Mercedes AMG CLE 53 4matic Cabrio

Lesezeit 2 Min. Zum bekannten SL-Roadster gesellt sich nun ein weiteres Cabriolet im AMG-Sortiment. Das viersitzige Mercedes AMG CLE Cabrio basiert auf der kürzlich vorgestellten Open-Air-Version des neuen CLE der Muttergesellschaft.

SP-X/Stuttgart. Ein AMG-Cabrio der E-Klasse, das kennen wir doch. Es erschien 2020, ersetzte in der Sportabteilung von Mercedes damals die AMG-Version der offenen S-Klasse, die mit ihrem Achtzylinder ebenso bärenstark (585 PS) wie sündhaft teurer (190.000 Euro) war. Weil Mercedes aber seine Spaßautos neu sortiert hat, wird jetzt auch AMG aktiv. Unter dem neuen Kürzel CLE werden die bisherigen Coupé- und Cabrios vom C- und E-Klasse zu einem Modell auf gemeinsamer Plattform zusammengefasst und zu Preisen um 100.000 Euro offeriert.

Unter dem neuen Kürzel CLE werden die bisherigen Coupé- und Cabrios vom C- und E-Klasse zu einem Modell auf gemeinsamer Plattform zusammengefasst.
Unter dem neuen Kürzel CLE werden die bisherigen Coupé- und Cabrios vom C- und E-Klasse zu einem Modell auf gemeinsamer Plattform zusammengefasst. Foto: Mercedes-Benz

Ein vollwertiger Viersitzer

Ein Flachmann mit dem Zeug zum Hingucker. Das CLE Cabrio von AMG ist im Gegensatz zum teureren SL ein vollwertiger Viersitzer. Wie im Mercedes-Pendant soll die lästige Zugluft auch bei offenem Verdeck möglichst außen vor bleiben. Zum einen bläst die Nackenheizung „Airscarf“ („Luftschal“) warme Luft an den Hinterkopf und mildert so das Cabrio-Phänomen, dass es in offenen Autos auch vom Heck zieht. Gleich zweigeteilt ist das elektrische Windschott-System „Aircap“ („Luftkappe“). Ein Windabweiser an der Oberkante der Frontscheibe leitet den Fahrwind über die Köpfe aller Insassen hinweg, eine Zugluftsperre zwischen den hinteren Kopfstützen reduziert zusätzlich die lästigen Turbolenzen. Beide Techniken gegen tränende Augen und steifen Nacken sind serienmäßig an Bord des AMG.

Weil grelles Sonnenlicht die MBUX-Anzeigen des großen Zentralmonitors leicht unlesbar macht, lässt sich das 11,9-Zoll-Display elektrisch von 15 bis 40 Grad neigen.
Weil grelles Sonnenlicht die MBUX-Anzeigen des großen Zentralmonitors leicht unlesbar macht, lässt sich das 11,9-Zoll-Display elektrisch von 15 bis 40 Grad neigen. Foto: Mercedes-Benz

11,9-Zoll-Display elektrisch von 15 bis 40 Grad neigbar

Eine weitere gute Idee: Weil grelles Sonnenlicht die MBUX-Anzeigen des großen Zentralmonitors leicht unlesbar macht, lässt sich das 11,9-Zoll-Display elektrisch von 15 bis 40 Grad neigen. Elektrisch funktioniert natürlich auch das mehrschichtige Stoffdach, das sich in allen Jahreszeiten bewähren soll. Tauchen unvermittelt dunkle Gewitterwolken am Himmel auf, dauert das Schließen nur 20 Sekunden. Das funktioniert bis 60 km/h und gilt auch für die immer wieder beeindruckende „Öffnungsshow“.

Dreiliter-Sechszylinder mit 330 kW/449 PS

Im Motorraum des 4,85 Meter-Cabrios finden sich alle Details wieder, die AMG schon dem fast gleichzeitig präsentierten CLE Coupé spendiert hat. Der Dreiliter-Sechszylinder liefert 330 kW/449 PS, neben dem Turbo sorgt ein elektrischer Startgenerator für Zusatzschub, der von einem 48-Volt-Bordnetz gespeist wird. Mit zusätzlich 17 kW/23 PS Leistung und dem Extra-Drehmoment von 205 Nm wird effektvolles Boosten ebenso möglich wie Rekuperation oder  Segeln. Zu den feinen Extras zählen wie beim Coupé Allradantrieb, Hinterachslenkung oder die Neungang-Automatik.

 

Mit AMG Driver‘s Package 270 km/h schnell

Auch optisch nutzt das Cabrio die wesentlichen Design-Elemente des Coupés.  Als Sonderausstattung sind Digital-Light-Scheinwerfer mit und ohne Projektionsfunktion erhältlich. Sie verfügen über Ellipsen als Tagfahrlicht und bieten eine blaue Beleuchtung des Scheinwerferbodens, was für einen dynamischen Auftritt sorgen soll. Der ist bereits im Datenblatt des Neulings dokumentiert: 250 km/h Spitze, mit AMG Driver‘s Package sogar 270 km/h. Der Spurt auf 100 km/h kann in etwas über vier Sekunden abgehakt werden. Trotz des höheren Gewichts liegt der Verbrauch mit 9.8 Litern auf 100 km auf Augenhöhe mit dem des Coupés. Deutlich höher dagegen die Werte für den CO2-Ausstoß (223 Gramm/km).
Was das schicke Cabrio kosten wird, verrät Mercedes noch nicht. Als Maßstab könnte der Preis des Coupés dienen. Rechnet man auf dessen 91.511 Euro, mindestens 10.000 Euro hinzu, wird die 100.000er-Schallmauer gerissen.

Dieser Beitrag stammt von Peter Maahn, Redakteur für das Redaktionsbüro SPS Spotpress Services GmbH

Mercedes AMG CLE 53 4MATIC+ Cabrio – technische Daten

Zweitüriges Cabrio der gehobenen Mittelklasse mit vier Sitzen; Länge: 4.85 m, Breite: 1,94 m (mit Außenspiegeln 2,04 m), Höhe: 1,43 Meter. Radstand: 2,87 m, Kofferraum-Volumen: 385 Liter (295 Liter bei geöffnetem Dach)
Dreiliter-Sechszylinder-Benziner mit Turbo und elektrischem Verdichter, 330 kW/449 PS, maximales Drehmoment 560 Nm (kurzzeitig 600 Nm mit Overboost), 48-Volt-Bordnetz mit integriertem Startergenerator, Allradantrieb, Hinterachslenkung, Neungang-Automatik, 0 – 100 km/h 4,2 sec. Vmax: 250 km/h, Verbrauch (WLTP): 9,8-9,6 l/100 km, Emission: 223-217 g/km, CO2-Klasse G
Preis: Noch nicht bekannt