Gordon Murray S1: 690 PS starker V12-Dreisitzer für Langstrecke und Rennstrecke enthüllt

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Mit dem Gordon Murray S1 präsentiert Gordon Murray Special Vehicles auf der Monterey Car Week 2026 eine reisetaugliche Touring-Variante des radikalen S1 LM. Der auf 64 handgefertigte Exemplare limitierte Dreisitzer übernimmt das ultraleichte Carbon-Monocoque, setzt jedoch auf aktives Aero-Design statt gewaltiger Spoiler sowie zehn Millimeter mehr Bodenfreiheit für spürbar mehr Langstreckenkomfort. Im Heck dreht ein frei atmender 4,2-Liter-Cosworth-V12-Saugmotor mit 507 kW (690 PS) und 500 Nm Drehmoment bis zu spektakulären 12’100 U/min, geschaltet über ein manuelles Sechsganggetriebe. Trotz zusätzlicher Dämmung, Luxus-Interieur und zentraler Fahrerposition bleibt das Gesamtgewicht unter 1’000 Kilogramm. Der geschätzte Preis liegt bei über vier Millionen Euro.

SP-X/Monterey. Gordon Murray Special Vehicles hat auf der Monterey Car Week den neuen Supersportwagen S1 vorgestellt. Der Dreisitzer basiert auf dem extrem sportlich ausgelegten S1 LM, soll jedoch mehr Komfort und Alltagstauglichkeit für längere Reisen bieten. Die Produktion ist auf 64 individuell konfigurierte Exemplare begrenzt. Einen Preis nennt der britische Hersteller nicht. Angesichts der Limitierung und der bisher für andere Modelle aufgerufenen Preise dürfte der S1 jedoch mehr als vier Millionen Euro kosten.

Frontalansicht des Gordon Murray S1 mit LED-Scheinwerfern und tiefer Lufteinlass-Schürze vor Berggipfeln.
Auch der S1 weckt mit seinem Frontdesign nicht ganz zufällig Erinnerungen an den McLaren F1. Foto: Gordon Murray

4,2-Liter-V12-Saugmotor von Cosworth

Angetrieben wird der S1 von einem eigens entwickelten 4,2-Liter-V12-Saugmotor von Cosworth. Das bis zu 507 kW/690 PS und rund 500 Newtonmeter starke Triebwerk dreht maximal 12.100 Touren. Mehr als 80 Prozent des Drehmoments soll bereits ab 2.500 Umdrehungen anliegen. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe mit lang übersetztem sechstem Gang.

Heckansicht des Gordon Murray S1 mit vier runden LED-Rückleuchten und integrierter aktiver Aerodynamik.
Im Heck des S1 sorgt ein Cosworth-V12 für Vortrieb. Foto: Gordon Murray

Technikbruder Gordon Murray S1 LM

Vom Technikbruder S1 LM übernimmt das neue Modell unter anderem das Carbon-Monocoque und die leichte Fahrwerksarchitektur. Die um einen Zentimeter erhöhte Bodenfreiheit sowie eine komfortablere Dämpferabstimmung sollen die Langstreckentauglichkeit verbessern. Das Gewicht soll trotz zusätzlicher Dämmung und luxuriöserer Ausstattung unter dem des rund 1,0 Tonnen leichten T.50 bleiben.

Seitenprofil des Gordon Murray S1 im Fotostudio mit geschwungener Dachlinie und Fünfspeichen-Felgen.
Der extrem leichte Flachbau soll auch als Reiseauto einsetzbar sein. Foto: Gordon Murray

Integriertes aktives Aerodynamiksystem

Optisch verzichtet der S1 auf den großen Heckflügel, den langen Frontsplitter und die ausgeprägten Seitenschweller des Schwestermodells. Stattdessen kommt ein integriertes aktives Aerodynamiksystem zum Einsatz. Sämtliche Karosserieteile wurden dabei neugestaltet.

Blick durch die geöffnete Schmetterlingstür in das Dreisitzer-Cockpit des Gordon Murray S1 mit zentralem Fahrersitz.
Für eine dreiköpfige Familie reicht das Angebot an Sitzen. Foto: Gordon Murray

Innenraum

Im Innenraum bleibt es bei der zentralen Fahrerposition mit zwei seitlich nach hinten versetzten Passagiersitzen. Leder, maßgeschneiderte Stoffe, ein Audiosystem und die verbesserte Geräuschdämmung sollen ebenfalls auf einen verbesserten Reisekomfort einzahlen.

Fahrerorientiertes Cockpit des Gordon Murray S1 mit zentralem Analog-Drehzahlmesser, Sportlenkrad und manueller Schaltung
Das Cockpit des S1 kombiniert analoge mit digitalen Anzeigen. Foto: Gordon Murray

Häufig gestellte Fragen zum Gordon Murray S1

Was unterscheidet den Gordon Murray S1 vom S1 LM?
Der S1 ist als komfortabler Supersportwagen für lange Reisen ausgelegt. Er verzichtet auf den festen Heckflügel und Frontsplitter des S1 LM zugunsten aktiver Aerodynamik. Zudem bietet er 10 mm mehr Bodenfreiheit, eine komfortablere Dämpfung, verbesserte Geräuschdämmung und ein edleres Interieur mit Audiosystem.
Welcher Motor treibt den Gordon Murray S1 an?
Im Heck arbeitet ein massgeschneiderter 4,2-Liter-V12-Saugmotor von Cosworth, der bis zu 12’100 U/min dreht. Er leistet 690 PS (507 kW) sowie rund 500 Nm Drehmoment und ist an ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe mit lang übersetztem sechsten Gang gekoppelt.
Wie viele Exemplare des S1 werden gebaut und was kostet er?
Die Produktion ist weltweit streng auf 64 individuell konfigurierte Exemplare limitiert. Ein offizieller Preis wurde nicht genannt, Schätzungen gehen jedoch von über vier Millionen Euro aus.
 

 

 

 

 

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.