Genesis Magma GT Concept: Plant Koreas Luxusmarke den Angriff auf die Supersportwagen-Elite?

Lesezeit 4 Minuten

Das Genesis Magma GT Concept ist eine spektakuläre Sportwagen-Studie des koreanischen Automobilherstellers Genesis, die im Juni 2026 am Rande des 24-Stunden-Rennens in Le Mans offiziell enthüllt wurde. Der zweisitzige Luxus-Grand-Tourer mit markanten Mittelmotor-Proportionen und spektakulären Flügeltüren besitzt äußerst realistische Chancen auf eine echte Serienfertigung für die Straße. Da die parallel vorgestellte Rennversion Magma GT3 Concept für den globalen Kundensport konzipiert ist und das offizielle GT3-Reglement zwingend ein straßenzugelassenes Basismodell vorschreibt, wird der Magma GT zur Erfüllung der Homologationsbasis voraussichtlich in einer exklusiven Kleinserie gefertigt werden. Als potenzieller Antrieb ist eine Weiterentwicklung des hauseigenen 3,5-Liter-V6-Benzinmotors mit elektrischem Verdichter und 415 PS (305 kW) im Gespräch.

SP-X/Le Mans. Der koreanische Autohersteller Genesis bereitet offenbar seinen Einstieg in das Segment der Supersportwagen vor. Am Rande des prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennens in Le Mans, bei dem die Luxusmarke des Hyundai-Konzerns erstmals in der Top-Kategorie an den Start geht, präsentiert sie das Magma GT Concept. Offiziell handelt es sich bei dem zweisitzigen Luxus-Grand-Tourer zwar derzeit nur um eine reine Studie, die Chancen auf eine tatsächliche Serienfertigung für die Straße scheinen jedoch realistisch zu sein.

Die flache Frontpartie des Genesis Magma GT Concept mit markanten, zweireihigen LED-Lichtbändern und einem sportlich strukturierten, tiefen Kühlergrill.
Offiziell handelt es sich bei dem zweisitzigen Luxus-Grand-Tourer zwar derzeit nur um eine reine Studie, die Chancen auf eine tatsächliche Serienfertigung für die Straße scheinen jedoch realistisch zu sein. Foto: SP-X/Martin Westerhoff

Der wichtigste Grund dafür ist die parallel vorgestellte Rennversion Magma GT3 Concept. Mit ihr könnte Genesis sein Engagement im globalen Motorsport weiter ausbauen und in den profitablen Kundensport einsteigen. Da das GT3-Reglement zwingend ein straßenzugelassenes Basismodell vorschreibt, dürfte der nun gezeigte Magma GT zumindest in einer exklusiven Kleinserie gefertigt werden. Das wäre nötig, um erforderliche Homologationsbasis für den GT3-Rennwagen zu schaffen.

Sportliche Seitenansicht des Genesis Magma GT Concept mit spektakulär geöffneten Flügeltüren, die den Blick in den luxuriösen, rot gestalteten Innenraum freigeben
Ein besonderer Blickfang sind die auffälligen Flügeltüren, die den spektakulären Auftritt des Sportwagens prägen. Foto: SP-X/Martin Westerhoff

Für eine tatsächliche Umsetzung spricht zudem der optische und technische Eindruck vor Ort: Beide Autos – sowohl die Straßen- als auch die GT3-Variante – wirken bereits sehr weit fortgeschritten und keineswegs wie Zukunftsmusik. Das Magma GT Concept zeigt klassische Sportwagen-Attribute. Es verfügt über eine tiefliegende Frontpartie, markant breite Kotflügel sowie dynamische Mittelmotor-Proportionen. Ein besonderer Blickfang sind die auffälligen Flügeltüren, die den spektakulären Auftritt des Sportwagens prägen.

Das breite, kraftvolle Heck des Genesis Magma GT Concept mit markanten Kotflügeln und zwei markentypischen, parallel durchgehenden roten LED-Leuchtbändern.
Markant breite Kotflügel sowie dynamische Mittelmotor-Proportionen prägen das Magma GT Concept. Foto: SP-X/Martin Westerhoff

Auch im Innenraum wagt die Marke einen Spagat und verbindet laut eigenen Angaben modernen Luxus mit puristischem Rennsport-Flair. Das fahrerorientierte Twin-Cockpit-Layout setzt auf haptische, taktile Bedienelemente. Im Mittelpunkt des Cockpits steht ein klassischer, analoger Drehzahlmesser, der einen Kontrast zu den üblichen digitalen Bildschirmlandschaften bildet.

Der luxuriöse Innenraum des Genesis Magma GT mit fahrerorientiertem Twin-Cockpit-Layout und exklusiven, gesteppten Lederpolstern in hellem Rot-Orange.
Auch im Innenraum wagt die Marke einen Spagat und verbindet laut eigenen Angaben modernen Luxus mit puristischem Rennsport-Flair. Foto: SP-X/Martin Westerhoff

Als mögliche Motorisierung könnte Genesis seinen derzeit stärksten Serienmotor weiterentwickeln. Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor mit elektrischem Verdichter. Er leistet derzeit 305 kW/415 PS und verfügt über 549 Newtonmeter Drehmoment. Durch das nahezu verzögerungsfreie Ansprechverhalten des E-Verdichters wäre er ein denkbarer Basisantrieb für einen straßenzugelassenen Mittelmotor-Sportwagen.

Detailansicht des fahrerorientierten Twin-Cockpits im Genesis Magma GT mit Sportlenkrad, haptischen Bedienelementen und einem zentralen analogen Drehzahlmesser.
Das fahrerorientierte Twin-Cockpit-Layout setzt auf haptische, taktile Bedienelemente. Foto: SP-X/Martin Westerhoff

Häufig gestellte Fragen zum Genesis Magma GT Concept

Wird das Genesis Magma GT Concept tatsächlich in Serie gebaut?
Obwohl das Fahrzeug offiziell als Studie deklariert ist, gilt eine Serienfertigung in Form einer exklusiven Kleinserie als sehr wahrscheinlich. Der Grund liegt im parallel vorgestellten Rennwagen Magma GT3 Concept. Da das internationale GT3-Reglement für den Kundensport zwingend ein straßenzugelassenes Basismodell verlangt, muss Genesis ein entsprechendes Serienpendant als Homologationsbasis auf den Markt bringen.
Welcher Motor treibt den neuen Genesis Supersportwagen an?
Als denkbare Motorisierung gilt eine High-Performance-Weiterentwicklung des derzeit stärksten Genesis-Serienmotors. Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor, der mit einem elektrischen Verdichter kombiniert ist. Das Triebwerk leistet im aktuellen Zustand 305 kW (415 PS), liefert ein Drehmoment von 549 Newtonmetern und bietet dank des E-Verdichters ein nahezu verzögerungsfreies Ansprechverhalten.
Was sind die Design-Highlights des Magma GT Concept?
Das Exterieur besticht durch klassische Sportwagen-Attribute wie eine tiefgezogene Frontpartie, auffallend breite Kotflügel, dynamische Mittelmotor-Proportionen und spektakuläre Flügeltüren. Im Innenraum setzt Genesis auf ein fahrerorientiertes Twin-Cockpit mit taktilen Bedienelementen und einem klassischen, analogen Drehzahlmesser als bewussten Kontrast zu rein digitalen Displays.
 

 

 

 

 

author avatar
Bruno Bissig
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.