Schweizer Automarkt Juli 2026: Dämpfer bei Neuzulassungen, aber Steckerfahrzeuge ziehen gleich
Im Juli 2026 verzeichnete der Schweizer Automobilmarkt mit 18’994 Neuzulassungen einen Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn (Januar bis Juli) liegt das kumulierte Plus bei 135’542 Personenwagen nur noch bei mageren 2,1 Prozent. Stark präsentieren sich hingegen elektrifizierte Fahrzeuge: Reinelektrische Autos (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) legten seit Anfang Jahr jeweils um über 20 Prozent zu und erreichen zusammen einen Rekord-Marktanteil von 36,6 Prozent – womit Steckerfahrzeuge erstmals gleichauf mit den klassischen Hybridantrieben liegen. Reine Benziner (-13,3 %) und Diesel (-22,8 %) verlieren weiter dramatisch an Boden.
Bern, August 2026. Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein zeigt im Juli deutliche Bremsspuren: Die Neuzulassungen gehen um 3,2 Prozent zurück. Mit 135’542 Neuzulassungen nach sieben Monaten ergibt sich gegenüber dem tiefen Vorjahresniveau nur noch ein Plus von 2,1 Prozent. Von einer nachhaltigen Trendwende kann damit noch keine Rede sein: Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Automobilbranche bleibt äusserst herausfordernd, während der Gesamtmarkt infolge der hausgemachten Überregulierung weiterhin hinter der Entwicklung in Europa zurückbleibt.
Steckerfahrzeuge gleichauf mit Hybrid-Antrieben
Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat sich auch im Juli positiv entwickelt. Sowohl reinelektrische Antriebe als auch Plug-in-Hybride legten seit Anfang Jahr gegenüber dem Vorjahr mehr als 20 Prozent zu. Reinelektrische Personenwagen (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) machen seit Anfang Jahr 24,2 bzw. 12,4 Prozent der Neuzulassungen aus. Ihr gemeinsamer Marktanteil macht neu 36,6 Prozent der Neuimmatrikulationen aus und liegt damit erstmals gleichauf mit den Hybridantrieben, der bisher volumenstärkste Antriebskategorie. Demgegenüber geht die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben weiter zurück: Diesel-PW verlieren fast ein Viertel seit Anfang Jahr.
Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz
kommentiert: «Die Elektrifizierung des Wagenparks hat sich im Juli fortgesetzt und schreitet sukzessive voran. Zahlreiche Massnahmen seitens der Hersteller und Importeure haben das ermöglicht: ein breites Angebot in allen Preis- und Fahrzeugklassen, ausreichende Reichweiten und niedrige Betriebskosten. Die Juli-Zahlen zeigen auch, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Branche immens bleiben. Deshalb werden wir bei der Bekämpfung der Überregulierung, wie Anfang Jahr in den acht Forderungen von auto-schweiz dargelegt, nicht nachlassen. Die Schweizer Politik ist gefordert, mit einer Verbesserung der Rahmenordnung den Motor der Wirtschaft zu stärken».
Dieser Text stammt von Frank Keidel, Mediensprecher auto-schweiz
Titelbild: Kirill Gorlov – stock.adobe.com
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Automarkt im Juli 2026