Canyon Predict: Dieses revolutionäre KI-Rennrad erkennt Unfälle und Gefahren im Voraus

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Mit der Designstudie Canyon Predict präsentiert der deutsche Fahrradhersteller aus Koblenz ein aerodynamisch optimiertes Carbon-Rennrad, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und einer lückenlosen 360-Grad-Sensorik das Unfallrisiko für Radfahrer drastisch senken soll. Das im Rahmen unsichtbar verbaute „Rechenhirn“ arbeitet komplett autark ohne Internetanbindung und wertet die Verkehrssituation über integrierte Kameras, Radar sowie einen 6D-Bewegungssensor in Echtzeit aus. Der Fahrer wird über ein breites Farbdisplay auf dem Lenker, haptische Signale sowie adaptive Leuchtelemente intuitiv vor herannahenden Fahrzeugen, Vorfahrtsmissachtungen oder Dooring-Unfällen gewarnt. Als mechanische Schutzfunktion verfügt das Konzept zudem über eine automatische Absenkung des Sattels, um in Gefahrensituationen den Schwerpunkt sofort zu senken.

SP-X/Koblenz. Der Fahrradhersteller Canyon hat sich, auch vor dem Hintergrund stetig steigender Unfallzahlen bei Radfahrern konkrete Gedanken über mehr Sicherheit beim Fahrradfahren gemacht. Das Resultat ist das Carbon-Rennrad „Predict”, das einige zukunftsweisende Techniken nahezu unsichtbar integriert. Diese sollen Gefahren vorhersehbarer machen und den Fahrer vor Risiken warnen.

Nahaufnahme des Steuerrohr- und Gabelbereichs des Canyon Predict mit einem dezent im matten Rahmen bündig integrierten LED-Scheinwerfer.
Beim Predict handelt es sich um ein aerodynamisch durchgestyltes Carbon-Rennrad. Foto: Canyon

Aerodynamisch optimiertes Rennrad

Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem Konzept um ein modernes, aerodynamisch optimiertes Rennrad. Die Leuchtelemente sind in den Rahmen, die Sattelstütze und den Lenker integriert. Darüber hinaus verfügt der Lenker über ein breites Farbdisplay auf seiner Oberseite, welches über Fahrdaten informiert und zusammen mit in den Bremshebeln integrierten Leuchten Warnhinweise ausgeben kann.

Draufsicht auf das flache Carbon-Cockpit des Canyon Predict mit einem breiten Farbdisplay, das nahtlos in die Oberseite der Lenker-Vorbau-Einheit eingelassen ist.
Im Lenker ist ein breites Farbdisplay integriert. Foto: Canyon

360-Grad-Sensorik

Was dem Auge verborgen bleibt, ist hingegen das im Rahmen integrierte „Rechenhirn”, das autark und ohne Internetanbindung KI-gestützt die Fahrsituationen permanent analysiert und auf Gefahren hinweist. Bei der Analyse der Verkehrssituation hilft eine 360-Grad-Sensorik, die auf Kameras, Radar und einen 6D-Bewegungssensor setzt. Laut Canyon erlaubt die Bordtechnik eine kontextbasierte Auswertung und Echtzeit-Erkennung. Beim „Predict” handelt es sich nicht um ein E-Bike. Dennoch ist ein Akku im Rahmen integriert, der das elektronische Bordsystem bis zu acht Stunden lang mit Strom versorgt. Während der Fahrt liefert zudem ein Dynamo zusätzlichen Strom.

Detailaufnahme der aerodynamisch geformten, schwarzen Carbon-Sattelstütze des Canyon Predict, die mit einer automatischen Absenkfunktion zur Schwerpunktabsenkung ausgestattet ist.
Sollte ein Unfall drohen, kann das Predict automatisch den Sattel absenken. Foto: Canyon

Schneller und gezielter auf Gefahrensituationen zu reagieren

Das System antizipiert das Verhalten des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer, stuft Risiken ein und liefert in Form der adaptiven Leuchteinheiten intuitives Feedback. Hinzu kommen haptische Signale sowie Informationen auf dem Display. Der Fahrer wird vor sich gefährlich nähernden oder Vorfahrtsmissachtungen durch andere Fahrzeuge, zu geringen Abständen, gefährlichen Fahrbahnoberflächen oder Dooring-Unfällen gewarnt. Die Warnungen sollen es dem Fahrer ermöglichen, schneller und gezielter auf Gefahrensituationen zu reagieren. Als adaptive Funktion bietet das Bike zudem eine automatische Absenkung des Sattels. Dadurch wird der Schwerpunkt gesenkt und die Kontrolle erhöht.

In verschiedenen Fahr- und Verkehrssituationen kann das Predict Warnungen an den Fahrer ausgeben. Foto: Canyon
In verschiedenen Fahr- und Verkehrssituationen kann das Predict Warnungen an den Fahrer ausgeben. Foto: Canyon

Unfallzahlen von Radfahrern signifikant reduzieren

Laut Canyon könnte ein solches Sicherheitssystem dabei helfen, die Unfallzahlen von Radfahrern signifikant zu reduzieren. Die Technik wäre bereits heute implementierbar, ist allerdings noch recht teuer. Das könnte sich jedoch ändern. Insofern schließt man bei Canyon nicht aus, dass solche Warnsysteme in einigen Jahren in Fahrrädern verfügbar sein werden.

Häufig gestellte Fragen zum Konzeptbike Canyon Predict

Wie funktioniert das Unfall-Warnsystem des Canyon Predict?
Das Canyon Predict nutzt eine hochmoderne 360-Grad-Sensorik, die aus Kameras, einer Radareinheit und einem 6D-Bewegungssensor besteht. Die Daten werden permanent von einer im Carbonrahmen integrierten künstlichen Intelligenz verarbeitet. Dieses bordeigene Rechenhirn funktioniert komplett lokal und benötigt keine Internetverbindung, um Gefahren wie Dooring-Unfälle, zu geringe Sicherheitsabstände oder Vorfahrtsfehler anderer Verkehrsteilnehmer in Echtzeit zu antizipieren.
Auf welche Weise wird der Fahrer vor Gefahren gewarnt?
Die Warnung des Fahrers erfolgt über ein mehrstufiges, intuitives System: visuell über ein breites Farbdisplay auf dem Lenker sowie blinkende Leuchten in den Bremshebeln, über haptische Signale am Cockpit und über adaptive Leuchtelemente am Rahmen. Zudem senkt das Rad im Extremfall automatisch den Sattel ab, um den Fahrerschwerpunkt zu verringern und die Kontrolle zu maximieren.
Handelt es sich beim Canyon Predict um ein E-Bike und wie wird es mit Strom versorgt?
Nein, das Canyon Predict ist kein Elektrofahrzeug mit Motorunterstützung, sondern ein klassisches Rennrad. Dennoch besitzt es einen im Rahmen verbauten Akku, welcher die aufwendige Bordelektronik und KI-Sensorik bis zu acht Stunden lang autark speist. Zusätzlich produziert ein integrierter Dynamo während der Fahrt kontinuierlich neuen Strom für das System.
 

 

 

 

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.