Citroen 2CV Elektro: Die legendäre Ente kehrt 2028 als günstiger Retro-Stromer zurück
Inhaltsverzeichnis
Citroën C3: über sechs Millionen verkaufte Einheiten
Tatsächlich konnte der C3 – es gibt ihn auch als Stromer zum Discount-Tarif – mit über sechs Millionen verkauften Einheiten sogar den Produktionsrekord des 2CV knacken, allerdings nur, wenn alle vier C3-Generationen addiert werden. Die Ente bleibt eben unerreichbar – auch im Kultstatus.
Elektrischer Deux chevaux im Retrolook
Deshalb hat Citroën die Rückkehr seiner Ikone angekündigt: Passend zum 80. Geburtstag des Federviehs soll ein elektrischer deux chevaux im Retrolook – Renault 4, 5 und Twingo lassen grüßen – die gigantischen Fußabdrücke des federweich abgestimmten Klassikers ausfüllen. Am schnatternden Zweizylinder-Boxer-Sound des Originals wird es der neuen Ente mit Stecker zwar fehlen, aber gewiss nicht an Charisma.
Die Coolness des Minimalismus
Ein feines Gespür für die Coolness des Minimalismus hat Citroën schließlich schon bei den Kindern des ersten 2CV entwickelt: Ob Ami, Dyane, LN, Visa, AX oder C3, alle schrieben Geschichte. Aber keine schrillen Tops ohne schräge Flops, daran erinnern Typen wie Citroen M 35, C-Zero oder Pluriel.
Zurück zu den Wurzeln
Zurück zu den Wurzeln, heißt es bei Citroën. Mit genialen Kleinwagen sind die Franzosen groß geworden, und diese Blockbuster-Gene sollen nun clevere Kompakte wie der C3 und der nächste 2CV in die Zukunft führen. Schon bei seinem allerersten Erfolgstyp, dem 1922 lancierten 5 CV, zeigte Unternehmensgründer André Citroen eine unbekümmerte Experimentierfreude, die den fröhlichen Kleinwagen als schicke Einkaufstasche der Pariser High Society etablierte – und Opel zum Bau des fast identischen Typs Laubfrosch animierte.
„Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen“
Kein Copy-and-paste musste Citroen 1948 beim pragmatischen 2CV befürchten. Diesen simpel gehaltenen und skurril gezeichneten Viertürer beschrieb die Presse bei seiner Premiere im Pariser Grand Palais satirisch als „Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen“. Dem sozialistischen französischen Staatspräsidenten Vincent Auriol sollen sogar die Gesichtszüge entgleist sein, als er sich in den engen Fond des hässlichen Entleins setzen sollte.
Sechs Jahre Lieferzeit
Dabei verkörperte der 2CV genau das billige Volksauto, das die Politik schon so lange gefordert hatte. Tatsächlich interessierte die automobilitätshungrigen Gallier Kritik am kleinen Citroen kaum, frühe 2CV-Käufer nahmen sogar sechs Jahre Lieferzeit hin.
James Bond und die Ente
Die Ente – den Kosenamen soll der Citroën seiner Kurvenneigung verdanken, die an einen watschelnden Gang erinnert – eignete sich 1968 auch zum studentischen Protest gegen Protz und Chrom, und in den 1980ern avancierte sie zum Favoriten für Ökoaktivisten und frankophile Genießer. Sogar James Bond vertraute im Kinoabenteuer „In tödlicher Mission“ auf den Zweizylinder-Boxer: Ein Motörchen mit maximal 0,6 Liter Hubraum, das aber den Esprit des französischen savoir-vivre vermittelte und deshalb auch viele Kinder der Ente antrieb.
Citroen Ami 6
Etwa den bizarr designten Citroën Ami 6, der 1961 debütierte und mit seiner sogenannten „Z-Linie“ mit inversem Rückfenster vom Betrachter ähnlich viel Toleranz verlangte wie der 2CV, mit dem er sich wesentliche technische Komponenten teilte. Während es Staatspräsident Charles de Gaulle beim Anblick des Viertürers zunächst die Sprache verschlug, erklärte Citroens Starcouturier Flaminio Bertoni – er hatte auch den 2CV und die DS kreiert – den Ami 6 zu seinem besten Entwurf.
Das Fastback-Coupé M 35 endete nach nur 267 Einheiten
Und die Franzosen positionierten den Viertürer 1966 auf Platz eins ihrer Zulassungsstatistik. Mehr noch: Inklusive des 1969 folgenden Evolutionstyps Ami 8 blieb der in 1,8 Millionen Einheiten gebaute Kleine fast 20 Jahre aktuell, ehe der Citroen Visa die Rolle seines Nachfolgers ausfüllte. Nur einmal riskierte Citroen zu viel Zukunft: Das 1969 aus dem Ami hervorgegangene Fastback-Coupé M 35 mit Wankelmotor endete nach 267 Einheiten in einer Bruchlandung.
Citroën Méhari
Dafür wussten die Citroën-Strategen, wie sie den Franzosen frischen Appetit auf die Ente machen: 1967 kleidete die Dyane den 2CV in elegantere Couture, und der Strandwagen Méhari überraschte 1968 mit frech-fröhlichen Kunststoffkleidern. In der Tat konnte Citroen mit Dyane und Méhari die Erfolge neuer Konkurrenten wie des Renault 4 begrenzen.
Ungeahnte Renaissance des 2CV
Anfangs kauften sogar die Deutschen mehr Dyane als 2CV, aber dann kam die Überraschung: Die moderne Dyane verlieh der Ente mit ihren aufgesetzten Augen nostalgischen Charme, und plötzlich erlebte der nonkonforme Klassiker eine ungeahnte Renaissance, an deren Ende die Ente ihren designierten Nachfolger überlebte. Sogar der als „Spatz von Paris“ beworbene schicke City-Flitzer Citroën LN hatte in den 1970ern keine Chance, den 2CV zu ersetzen, was nicht nur daran lag, dass es sich beim LN um einen Klon des Peugeot 104 handelte.
Neuanfang mit der Citroen AX
Keinen 2CV-Nachfolger, sondern einen Neuanfang verkörperte dagegen vor 40 Jahren der Citroen AX. Mit einer akrobatisch anmutenden Fahrt über die Chinesische Mauer, die per Werbefilm um die Welt ging, stiftete der 645 Kilogramm leichte und dreieinhalb-Meter kurze Aerodynamik-Star – der Cw-Wert 0,31 setzte einen Meilenstein im Minicar-Segment – Unruhe in der kleinen Klasse. Ein Auto auf Chinas global bekanntestem nationalem Kulturgut, das wirkte damals ähnlich sensationell wie heute eine Fahrt über den Mars.
„Bonjour jeunesse“
Mit „Bonjour jeunesse“ begrüßten die Medien den AX, der eine erfrischende Vielfalt ins Segment der Stadtautos brachte: Starker GTI, alternativer E-Antrieb und rekordverdächtig sparsamer Diesel (3,3 Liter Normverbrauch) machten den AX zum mehrfachen Produktionsmillionär. Eine Erfolgsstatistik, die der Nachfolger Saxo ab 1996 trotz Badge-Engineerings fortführen konnte: Einmal mehr basierte Citroens Kleinster auf einem betagten Peugeot (106).
Eigenwillig heißt nicht immer erfolgreich
Diese Erfahrungen machte Citroen ab 2003 mit dem exaltierten Citroen C2 und 2010 mit dem Elektro-Pionier C-Zero, dessen japanisches Kei-Car-Format (der C-Zero basierte auf dem Mitsubishi i-MiEV) europäischen Kunden nicht gefiel. Auch den mit wenigen Handgriffen in fünf unterschiedliche Karosserieformen verwandelbaren C3 Pluriel von 2003 verstanden zu wenige Käufer.
Citroën C1 und C3
Dagegen wirkte der C3 ebenso wie der noch kürzere C1 perfekt für das Pariser Verkehrsgewühl und den stilsicheren Auftritt vor schicken Modegeschäften – und für Spitzenpositionen in Verkaufsrankings. So wundert es nicht, wenn sich der C3 heute in den deutschen Neuzulassungen zwischen VW Polo und Dacia Sandero platziert: Dieser Citroën beherrscht den Spagat zwischen billig und begehrenswert deutlich besser als die meisten Kleinen.
Chronik:
1922: Unternehmensgründer André Citroën präsentiert den Citroen 5 CV als bezahlbares Auto für alle, bekannt wird der Kleinwagen auch als „Petite Citron“ (kleine Zitrone)
1935: Entwicklungsbeginn für erste Prototypen des künftigen Citroën 2CV
1939: Zum Pariser Salon soll der Citroën „TPV“ oder „Toute Petite Voiture“ debütieren, allerdings verhindert der Kriegsausbruch die Präsentation dieser Urform des Citroën 2CV. Die bereits 250 produzierten Prototypen werden zum größten Teil verschrottet
1948: Der Kleinwagen Citroën 2CV mit Zweizylinder-Boxer-Motor wird auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert und dies in Anwesenheit des französischen Staatspräsidenten Vincent Auriol. Das ungewöhnliche Konzept des minimalistischen, aber komfortablen Autos polarisiert und erfordert von Presse und Publikum einige Gewöhnung, wird aber ein Millionenerfolg
1951: Lieferwagen auf Basis des 2CV, später „Kastenente“ genannt
1955: Erste Planungen für eine neue Citroen-Baureihe zwischen 2CV und DS, aus dem 1961 der Citroën Ami hervorgeht
1957: Der Citroën 2CV wird als Exportmodell mit drei seitlichen Fenstern eingeführt und startet in den Schauräumen der deutschen Citroën-Händler. Mit einem Preis von 4.750 Mark ist er teurer als der VW Käfer
1961: Im April läuft die Produktion des Citroën Ami 6 mit technischen Komponenten des 2CV an. Im Oktober feiert der Ami 6 auf dem Pariser Salon Premiere. Das Design des Ami 6 – die Linie Z mit inverser Rückscheibe – stammt von Flaminio Bertoni, der zuvor bereits für den 2CV und die DS verantwortlich zeichnete
1963: In den USA wird der Ami 6 unter der Bezeichnung „Citroën Four Door Sedan“ eingeführt.
1964: Vorstellung des Ami 6 Break
1965: Panhard Pkw fusioniert vollständig mit Citroën, der letzte Panhard Pkw wird 1967 gebaut. Das Panhard-Designteam um Louis Bionier und seinen Assistenten Rene-Ducassou Pehau entwirft die Formen der Dyane. Eine Arbeit, die bereits 1964 begann. Die Finalisierung des Dyane-Designs übernimmt Robert Opron. Der Name Dyane erinnert an Dyna, ein legendäres Panhard-Modell
1966: Der Ami 6 belegt Platz eins in der französischen Neuzulassungsstatistik mit 162.366 Einheiten. Citroën produziert erstmals über 500.000 Fahrzeuge (exakt 531.133 Einheiten) in einem Kalenderjahr. Der Citroën 3 CV startet in Deutschland. Dabei handelt es sich um einen 2CV mit der Antriebstechnik des Ami 6
1967: Als designierte Nachfolgerin des 2CV geht die Dyane mit leicht modifiziertem Konzept des 2CV an den Start. Mit 13 kW/18 PS aus 425 cm³ Hubraum übertrifft die in moderne Formen gekleidete Zweizylinder-Dyane den altgedienten 2CV de Luxe um 2 PS
1968: Neu ist der Jagd- und Strandwagen Citroën Méhari, designt von Jean-Louis Barrault. Der 525 Kilogramm leichte, 3,53 Meter lange offene Kunststoffwagen erhält in Deutschland keine allgemeine Betriebserlaubnis mangels feuerfester Kunststoffkarosserie, eine Einzelabnahme ermöglichte aber die Zulassung von Importfahrzeugen. Der Méhari wird zunächst „Dyane 6 Méhari“ genannt unter Bezug auf das technische Basisfahrzeug. Der Name Méhari ist in Nordafrika die Bezeichnung für ein Dromedar. Wie dieses genügsame, ausdauernde Tier sollte der Méhari nicht nur Freizeitmobil, sondern auch Nutzfahrzeug sein
1969: Im September läuft die Produktion des Ami 6 aus, nur die Nutzfahrzeugversionen werden noch weitere zwei Jahre gefertigt. Präsentation und Serienstart des Nachfolgers Ami 8. Beim Ami 8 handelt es sich um eine Evolution des Ami 6 als Schräghecklimousine (mit konventionellem Kofferraumdeckel) und als Kombi. Beim Karossier Heuliez Produktionsanlauf des Coupés M 35 mit Wankelmotor und hydropneumatischer Federung. Ursprünglich sollen 500 Einheiten des ersten Citroen mit Kreiskolbenmotor verkauft werden, tatsächlich werden nur 267 Einheiten gebaut
1971: Die Prototypen-Familie Citroën Urbain I und Mini-Zup gibt einen Ausblick auf künftige Kleinwagen, wird aber ebenso wie andere Citroen-Projekt nicht zur Produktionsreife gebracht als Citroën in den Folgejahren in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser gerät
1976: Unmittelbar nach Gründung der Groupe PSA (abgekürzt für Peugeot Société Anonyme), die Citroën umfasst, wird im Juli der 3,38 Meter kurze Citroën LN vorgestellt und im Herbst auch in Deutschland eingeführt. Dort läuft die Werbekampagne unter dem Slogan „Der Spatz aus Paris: Flink wie ein Spatz, trinkt wie ein Spatz“. Beim LN handelt es sich um einen dreitürigen Peugeot 104 mit reduzierter Ausstattung, Zweizylinder-Boxermotor und markentypischer Citroën-Front
1978: Neu ist der fünftürige Kleinwagen Citroën Visa, der bis 1988 in einer Auflage von rund 1,3 Millionen Einheiten gebaut wird. Geplant war der Visa als Nachfolger von 2CV und Dyane, allerdings überlebt der 2CV den Visa um zwei Jahre. Mit einem Facelift und neuen Vierzylindermotoren wird der LN im November zum LNA entwickelt. Die Acadiane startet als Transporterversion der Dyane
1979: Der Citroën Méhari wird in einer 4×4-Version lieferbar. Die weltweiten Citroen-Jahresproduktionszahlen erreichen mit 815.173 Einheiten einen neuen Allzeit-Bestwert. Vertrieb und Produktion des Ami 8 in Europa werden eingestellt. Nachfolger ist der im Vorjahr eingeführte Citroen Visa
1983: Mit den Sondermodellen LNA Cannelle und LNA Prisu sollen die LNA-Verkaufszahlen noch einmal angeschoben werden
1984: Die globale Citroën-Jahresproduktion reduziert sich auf nur noch 551.691 Einheiten. Der Citroen Axel, ein Modell des rumänischen Lizenznehmers Automobile Craiova Oltcit, wird ins Programm aufgenommen
1986: Der AX geht in Serie und avanciert zum meistgebauten Citroën aller Zeiten nach dem 2CV. Produktionsauslauf für den LNA
1987: Im Frühjahr erfolgt der Marktstart des AX in Deutschland. Mit den Sondermodellserien AX En Vogue und AX Air France Madame zielt der AX erfolgreich auf die weibliche Kundschaft. Im September geht der AX-Fünftürer in Produktion. Eine weitere AX-Version ist ab Oktober der 62 kW/84 PS starke GT. Citroën richtet die Rennserie Challenge AX Sport aus, die allen, auch den eigenen Mitarbeitern, offensteht. Seit März ist der AX Sport mit 1,3-Liter-Benziner und 69 kW/95 PS Leistung die Spitzenmotorisierung. Produktionsauslauf des Citroen Méhari nach 144.953 Einheiten
1988: Der AX Fünftürer geht in Produktion. Heuliez präsentiert auf dem Pariser Salon eine Kombistudie AX Evasion. Citroën-Händler Benjamin Barral baut in einer Auflage von 60 Einheiten das AX Cabrio
1990: Der Citroen AX wird am 17. Januar Produktionsmillionär
1991: In einer Auflage von 400 Einheiten geht das Sondermodell Citroën AX 4×4 Rouge an den Start. Die Sondermodellserie AX GT 500 wird neuer Imageträger, in einer Auflage von jeweils 500 Einheiten entstehen AX GT Volcane, Opera de Paris und GT500. Gründliche Modellpflege für den AX im Herbst. Debüt für den AX GTi
1992: Bei der Weltausstellung im spanischen Sevilla zeigt Citroën erstmals den Citela mit Elektroantrieb und modularer Karosserie, die sich als Pick-up, Cabriolet, Limousine etc. konfigurieren lässt für den Stadtverkehr des 21. Jahrhunderts. Im Oktober Verkaufsstart für den AX Diesel mit sogenannten grünen Michelin-MXN-Reifen und lang übersetztem Fünfganggetriebe und Normverbrauch von nur 3,3 Liter/100 km
1993: Markteinführung des AX Electrique, für den Citroën in Deutschland mit dem Slogan wirbt: „Für weniger als drei Mark kommt man mit dem Citroen AX Electrique schon 100 Kilometer weit“. Am 21. September durchbricht der AX die Zwei-Millionen-Produktionsschallmauer
1995: Der Citroen Tulip (auch als Peugeot erhältlich) verkörpert eine neue Vision für elektrische Stadtfahrzeuge, die auch per Carsharing genutzt werden
1996: Nachfolger des AX wird der Saxo, der eng mit dem Peugeot 106 verwandt ist. In Malaysia läuft die Produktion des Proton Tiara an, eine Lizenz des Citroen AX. Der Tiara bleibt bis zum Jahr 2000 in Produktion. In Frankreich endet die AX-Produktion jetzt, in Spanien allerdings erst zwei Jahre später
1997: Ab November Citroen AX Electrique als Dreitürer und Fünftürer lieferbar sowie als zweisitziger City-Transporter „Entreprise“. Der Saxo wird mit Klarglas-Scheinwerfern und neuem Grill aufgewertet und mit der Imagekampagne „Saxo – und das Leben meint es gut mit Ihnen“ vorgestellt. Im Motorsport profiliert sich der Saxo in der Nachwuchs-Rennserie Saxo Cup
1998: Am 21. Januar präsentiert PSA-Konzernchef Jean-Martin Folz eine neue Strategie von PSA. Danach sollen sich Peugeot und Citroen mehr als bisher mit eigener Persönlichkeit profilieren. Erster Citroën-Kleinwagen der neuen Ausrichtung wird im Jahr 2003 der C2. Am 25. März läuft der 500.000. Saxo vom Band. Aus dem Saxo Electrique (Reichweite 80 km, Spitze 90 km/h) geht der Saxo Dynavolt hervor, ein Hybridfahrzeug-Konzept. Der Dynavolt verfügt zusätzlich über einen Zweitakt-Zweizylinder-Benziner mit Direkteinspritzung und Stopp-Start-System. Die Reichweite des Hybriden beträgt alltagstaugliche 340 Kilometer, der CO2-Ausstoß nur 60 g/km. Auf dem Pariser Salon debütiert das Concept Car C3 Lumière („Licht“) passend zum 50. Geburtstag des 2CV und als Vorbote des Pluriel
1999: Mit dem von Donato Coco gezeichneten „Démonstrateur Pluriel“ präsentiert Citroën auf der Frankfurter IAA das erste seriennahe Konzept des späteren C3 Pluriel. Publikum und Presse reagieren so begeistert auf die Pluriel-Studie, dass Citroen wenig später die Serienfertigung beschließt
2000: Gründliche Modellpflege für den Saxo. Erstmals übersteigt die weltweite Jahresproduktion der Marke Citroën die Ein-Millionen-Marke mit insgesamt 1.168.500 Einheiten
2002: Marktstart für den C3. Am 28. September zelebriert der Pluriel seine Messepremiere auf dem Pariser Salon mit 1,4- und 1,6-Liter-Benzinern. Der französische „Observeur du Design“ zeichnet den C3 Pluriel mit einem Stern für beispielhaftes Design aus
2003: Das Peugeot-106-Derivat Saxo wird vom exzentrisch gestalteten Citroën C2 abgelöst
2005: Start für den 3,43 Meter kurzen Citroën C1, der als Gemeinschaftsprojekt mit Toyota entsteht und eng verwandt ist mit Peugeot 107 und Toyota Aygo
2009: Produktionsauslauf für den C2. Start für die zweite Generation des Citroën C3, die nun auf 3,94 Meter Länge gewachsen ist und die Basis liefert für den 4,08 Meter langen Minivan C3 Picasso
2010: Neu ist der 3,95 Meter lange Citroën DS3, mit dem der historische Modellcode DS neu belebt wird. Der DS 3 basiert auf dem Citroen C3 zweiter Generation und soll sich gegen Lifestyle-Konkurrenten wie den (BMW) Mini und den Alfa Romeo MiTo durchsetzen. Aus einer Kooperation zwischen PSA und Mitsubishi Motors geht der batterieelektrische Citroen C-Zero hervor, der baugleich ist mit dem Peugeot iOn und dem Mitsubishi i-Miev und in Japan produziert wird. Das Concept Car Citroen Lacoste präsentiert eine neue Vision eines umweltfreundlichen Strandautos in einfachen Formen, das auch geeignet ist für Großstadtboulevards. Am 31. Juli endet die Produktion des C3 Pluriel nach 109.682 Einheiten, während vom konventionellen C3 bis dahin über 2,2 Millionen Einheiten verkauft werden
2013: Citroën führt einen neuen nach oben offenen Kleinwagen ein, das DS3 Cabrio
2014: Einführung der zweiten Generation des Citroën C1, wieder als Zwillingsmodell zu Peugeot (108) und Toyota Aygo. In Deutschland wurden zwischen 2005 und 2020 131.510 Citroën C1 neu zugelassen
2015: Im Dezember debütiert der Citroën E-Mehari mit Elektromotor und Lithium-Polymer-Akkus als moderner Nachfolger des Originals von 1968
2016: Im Juni präsentiert Citroën in Paris die dritte Generation des C3, die gegenüber dem Vorgänger um fünf Zentimeter in der Länge wächst und damit knapp vier Meter misst. Der Citroen DS3 mutiert nach einem Facelift zum DS3 der neuen Premiummarke DS Automobiles
2017: Der 4,16 Meter lange Crossover Citroën C3 Aircross löst den Minivan C3 Picasso ab
2019: Auf dem Genfer Salon debütiert im März das schon seriennahe, zweisitzige und elektrisch angetriebene Citroën Ami One Concept
2020: Premiere für die Serienversion des elektrischen Citroën Ami, der ebenso wie die Parallelmodelle Fiat Topolino und Opel Rocks Electric als Leichtkraftfahrzeug der Klasse L6e-BP homologiert ist und ab einem Alter von 15 Jahren mit dem Führerschein der Klasse AM gefahren werden darf
2023: Im Oktober debütiert die vierte, nun 4,02 Meter lange Generation des Citroën C3, als e-C3 ist der Kleinwagen erstmals auch mit elektrischem Antrieb erhältlich
2024: Im Januar Markteinführung des elektrischen Citroën e-C3 mit 300 Kilometer Reichweite in Deutschland, im April ergänzt der C3 mit Dreizylinder-Benziner das Angebot. Verspätet feiert der ursprünglich schon für 2021 angekündigte Citroen Ami im Juni 2024 seinen deutschen Marktstart. Im April 2024 wird eine Neuauflage des C3 Aircross präsentiert, die allerdings mit 4,40 Meter Länge aus dem Kleinwagensegment herausgewachsen ist
2025: Im September rundet Citroën das e-C3 Angebot nach unten ab. Mit einer kleineren Batterie für kurzstreckentaugliche 200 Kilometer kostet der e-C3 zunächst ab 19.990 Euro
2026: Der Citroën C3 belegt in Deutschland Platz 5 im Ranking der Kleinwagen-Neuzulassungen, hinter VW Polo und Toyota Yaris und noch vor Skoda Fabia und Dacia Sandero. In den ersten vier Monaten wurden hierzulande 7.458 C3 neu zugelassen, das sind 62 Prozent mehr als im Vorjahr
2028: 80 Jahre nach ihrer Geburt mit schnatterndem Zweizylinder-Boxer soll die 2CV Ente als vollelektrisches Modell im Retrodesign zurückkehren zum Preis von unter 15.000 Euro
Produktionszahlen:
Citroën 2CV (1948-1990): 5.114.966 Einheiten,
davon 3.868.631 2CV Pkw und 1.246.335 2CV Lieferwagen,
Citroën Ami 6 (1961-1969): 1.039.384 Einheiten,
davon 483.986 Limousinen (Berline) und 555.398 Kombis (Break)
Citroën Ami 6 Commerciale (1961-1971): 3.518 Einheiten
Citroën Ami 8 (1969-1978): 773.344 Einheiten
Citroën Ami 8 Commerciale (1969-1979): 27.431 Einheiten
Citroën M 35 (1969-1971): 267 Einheiten
Citroën Dyane (1967-1984): 1.444.583 Einheiten
Citroën Acadiane (1978-1987): 253.303 Einheiten
Citroën Méhari (1968-1987): 144.953 Einheiten
Citroën LN (1976-1979): 129.611 Einheiten
Citroën LNA (1978-1986): 216.083 Einheiten
Citroën Visa (1978-1988): 1.254.390 Einheiten
Citroën Axel (1984-1988): 60.184 Einheiten
Citroën AX (1986-1998): 2.570.364 Einheiten
Citroën AX Electrique (1993-1996): 364 Einheiten
Citroën Saxo (1996-2003): 1.764.555 Einheiten
Citroën Saxo Electrique (1996-2003): 423 Einheiten
Citroën C2, Serie 1 (2003-2005): 325.503 Einheiten
Citroën C2 Commerciale, Serie 1 (2003-2005): 19.603 Einheiten
Citroën C-Zero (2010-2019): 24.000 Einheiten (inklusive des baugleichen Peugeot iOn)
Citroën DS3 (2010-2016): Über 300.000 Einheiten (Stand 2014)
Citroën C3 (seit 2003 in vier Generationen): über 6.000.000 Einheiten, davon 109.682 Citroen C3 Pluriel (2003-2010).
Häufig gestellte Fragen zur Citroën Kleinwagen-Historie und dem neuen 2CV