McMurtry Spéirling Pure: Der über 1’000 PS starke Elektro-Rennwagen mit Turbinen-Vakuum im harten Technik-Check

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Der britische Extrem-Rennwagen McMurtry Spéirling Pure debütiert im Juli 2026 auf dem Goodwood Festival of Speed als finale, fahrbereite Serienversion. Angetrieben von zwei Helix-Elektromotoren mit mehr als 1’000 PS sprintet der rund 1’350 Kilogramm schwere Carbon-Einsitzer in atemberaubenden 1,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h. Die technologische Sensation des rund 1,4 Millionen Euro teuren Trackday-Boliden ist sein revolutionäres „Downforce-on-Demand“-Ventilatorsystem, das bereits im Stand einen Unterdruck-Abtrieb von bis zu zwei Tonnen erzeugt und damit extreme Kurvengeschwindigkeiten auf LMP2-Niveau ermöglicht.

SP-X/Goodwood. Auf dem Goodwood Festival of Speed (9. bis 12. Juli) präsentiert die britische Sportwagenschmiede McMurtry die Serienversion ihres elektrischen Extremrenners Spéirling Pure. Der für den Rennstreckeneinsatz entwickelte, weitgehend aus Carbon gefertigte Einsitzer richtet sich an ambitionierte Trackday-Fahrer und soll dank seines Plug-and-Play-Konzepts mit vergleichsweise geringem logistischem Aufwand den Einsatz bei Rennstreckenveranstaltungen ermöglichen.

Seitenprofil des flachen McMurtry Spéirling Pure Hypercars, das im Vergleich zu früheren Versionen einen um 20 Zentimeter verlängerten Radstand für eine grössere 100-kWh-Batterie besitzt.
Gegenüber früheren Version hat der Spéirling Pure beim Radstand um 20 Zentimeter zugunsten der größeren Batterie zugelegt. Foto: McMurtry

In 1,6 Sekunden auf 100 km/h

Angetrieben wird der 3,82 Meter kurze Einsitzer von zwei Elektromotoren des Herstellers Helix, die gemeinsam mehr als 1.000 PS leisten und ihre Kraft über ein elektronisch geregeltes Differenzial an die Hinterräder übertragen. Mit Traktionskontrolle und breiten Michelin-Slicks soll der rund 1.350 Kilogramm schwere Stromer in 1,6 Sekunden auf 100 km/h sprinten und bis zu 305 km/h schnell werden. 

Heckansicht des McMurtry Spéirling Pure mit Blick auf den gewaltigen Heckflügel und die aerodynamischen Auslässe des integrierten Turbinen-Ventilatorsystems.
Viel Hirnschmalz ist in das für reichlich Abtrieb sorgende Aerodynamiksystem geflossen. Foto: McMurtry

Reichweite 50 km

Den Strom liefert eine 100-kWh-Batterie, die bei Fahrten auf LMP2-Niveau für 40 bis 50 Kilometer reichen soll. Das Nachladen von 20 auf 95 Prozent dauert laut Hersteller je nach Ladeleistung und Außentemperatur zwischen 20 und 60 Minuten.

Der grüne McMurtry Spéirling Pure in dynamischer Kurvenfahrt auf den rot-weissen Curbs einer Rennstrecke, gestützt auf breite Michelin-Slicks und zwei Tonnen Abtrieb.
Ein Abtrieb von bis zu zwei Tonnen dürfte enorm hohe Kurventempi erlauben. Foto: McMurtry

Ventilatorsystem erzeugt Unterdruck

Großen Entwicklungsaufwand investierte McMurtry in Aerodynamik und Abtrieb. Neben einem mächtigen Heckflügel sorgt dafür vor allem ein Ventilatorsystem, das unter dem Fahrzeug Unterdruck erzeugt. Die als „Downforce-on-Demand“ bezeichnete Technik soll bereits im Stand bis zu zwei Tonnen Abtrieb erzeugen und damit vor allem helfen, die Kurvengeschwindigkeiten deutlich zu erhöhen.

Frontalansicht des aggressiv designten McMurtry Spéirling Pure Track-Tools mit leuchtender Lichtanlage, das trotz Scheinwerfern keine Strassenzulassung erhält.
Trotz der Lichtanlage wird der Spéirling wohl keine Straßenzulassung bekommen. Foto: McMurtry

Preis: Rund 1,4 Millionen Euro

Eine weitere Besonderheit ist der vergleichsweise geringe Betreuungsaufwand an der Rennstrecke. Laut McMurtry genügen ein Fahrer und ein mit dem Fahrzeug vertrauter Techniker, ein mehrköpfiges Rennteam ist nicht erforderlich. Günstig ist der Spéirling Pure dennoch nicht: Für deutsche Kunden dürfte der Preis inklusive Mehrwertsteuer bei rund 1,4 Millionen Euro liegen.

Blick in das enge, funktionale Carbon-Cockpit des McMurtry Spéirling Pure Einsitzers, das auf Kundenwunsch sogar mit einer Klimaanlage ausgestattet werden kann.
Der Spéirling Pure ist ein Einsitzer, der auf Wunsch sogar mit Klimaanlage ausgestattet werden kann. Foto: McMurtry

Häufig gestellte Fragen zum McMurtry Spéirling Pure

Was kostet der McMurtry Spéirling Pure und für wen ist er gedacht?
Für deutsche Kunden dürfte der Preis für den McMurtry Spéirling Pure inklusive Mehrwertsteuer bei rund 1,4 Millionen Euro liegen. Der weitgehend aus Carbon gefertigte Einsitzer wurde speziell für den reinen Rennstreckeneinsatz entwickelt und richtet sich an ambitionierte Trackday-Fahrer, die das Fahrzeug dank eines Plug-and-Play-Konzepts mit minimalem logistischem Aufwand (nur ein Techniker nötig) betreiben können.
Wie funktioniert das Ventilatorsystem („Downforce-on-Demand“)?
Neben einem mächtigen Heckflügel sorgt vor allem ein integriertes Ventilatorsystem dafür, dass unter dem Fahrzeug ein künstliches Vakuum erzeugt wird. Diese als „Downforce-on-Demand“ bezeichnete Technik saugt den Wagen an den Asphalt und generiert bereits im Stillstand einen Abtrieb von bis zu zwei Tonnen, was die Kurvengeschwindigkeiten massiv steigert.
Welche Leistung, Reichweite und Ladezeiten bietet das Elektro-Hypercar?
Zwei Elektromotoren von Helix leisten zusammen über 1’000 PS und beschleunigen den Stromer in 1,6 Sekunden auf 100 km/h (Vmax: 305 km/h). Die verbaute 100-kWh-Batterie ist für eine Renndistanz von 40 bis 50 Kilometern auf LMP2-Niveau ausgelegt. Das Nachladen von 20 auf 95 Prozent nimmt je nach Ladeleistung und Aussentemperatur zwischen 20 und 60 Minuten in Anspruch.
 

 

 

 

 

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.