90 Jahre Fiat 500 Topolino: Die Evolution des ikonischen Micky-Maus-Cinquecento
Der Fiat 500 Topolino feiert seinen 90. Geburtstag: Im Juni 1936 rollte das von Dante Giacosa konstruierte erste italienische Volksauto erstmals in Turin vom Band. Wegen seiner charakteristischen, freistehenden Scheinwerfer, die an die Ohren von Walt Disneys Comicfigur erinnerten, erhielt der minimalistische Kleinwagen den liebevollen Kosenamen Topolino („Mäuschen“). Über fünf Generationen hinweg entwickelte sich der Cinquecento bis heute zu einer weltweiten Lifestyle-Ikone und automobilen Erfolgsgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
SP-X/Köln. „Topolino“, amore mio: Ohne dieses winzige italienische Auto wäre die Welt ärmer, meinen nicht nur die Tifosi des im Juni vor 90 Jahren in Turin vorgestellten Fiat 500. Seinen niedlichen Proportionen, rundlichen Formen und den freistehenden Scheinwerfern, die Betrachter an Walt Disneys fröhliche Comicfigur Micky Maus erinnerten, verdankte das erste italienische Volksauto den Kosenamen Topolino („Mäuschen“).
Fiat 500 Topolino in mittlerweile fünf Generationen
Bis heute zaubert der minimalistische Fiat den Menschen ein Lächeln ins Gesicht – und dies in mittlerweile fünf Generationen. Gleichzeitig ließ es mancher Cinquecento nicht an Drama fehlen, das an eine Verdi-Oper erinnert: Schon der Ur-Topolino wäre fast ohne die namensinspirierenden Scheinwerfer entstanden, hätten die eigentlich vorgesehenen vollintegrierten Strahler nicht den Lampenwechsel zu sehr erschwert.
Botschafter italienischer Lebenskultur
Während der zweite Fiat 500 als niedliche Knutschkugel von 1957 bis 1975 zum Botschafter italienischer Lebenskultur avancierte und das New Yorker Museum of Modern Art die Konturen dieses Mäuschens als Kunst feiert, aber auch Reiseführer die Silhouette des Cinquecento neben dem Kolosseum oder Cappuccino und Pasta zum Inbegriff der italianità verklären, ist der 1991 aufgelegte, zu sachlich-kantige Fiat 500 heute schon fast vergessen.
2007: Der Cinquecento im Retrolook
Dafür gelang es dem 2007 präsentierten Cinquecento die Formen des 50 Jahre zuvor eingeführten 500 im Retrolook zu interpretieren und so die Marke Fiat aus einem Tal modellpolitischer Tristesse zu neuen Höhen zu führen. Wie sonst nur der (BMW) Mini erreichte der verführerische Retro-Fiat Kultstatus, seit 2020 fährt der fünfte 500 in dieser Erfolgsspur.
Kreative Cinquecento-Sondermodelle rund um Micky Maus und Co.
Tatsächlich ist Fiat heute fast ein Synonym für Cinquecento, so sehr prägt der charmante Kleinwagen neben dem preiswerten Panda das Profil der Marke. Und damit auch der Urvater aller Fiat 500, der Topolino von 1936 nicht in Vergessenheit gerät, gibt es immer wieder Kooperationen mit dem Disney Konzern, aus der neue kreative Cinquecento-Sondermodelle rund um Micky Maus und Co. hervorgehen.
„Una macchina del tempo“ für die 15-jährigen
Seit 2024 betreibt Fiat sogar mit einem auf 2,53 Meter miniaturisierten Topolino Nachwuchsförderung: Das elektrische Leichtkraftfahrzeug darf schon von 15-jährigen gefahren werden und ist ohne Türen konfigurierbar, una macchina del tempo, eine Zeitmaschine, die Erinnerungen an die fantasievollen Fiat Spiaggina aus den 1960ern weckt für die Fahrt an den Strand.
Giovanni Agnelli’s Chef-Ingenieur Antonio Fessa
An solche Spielzeuge für die Schönen und Reichen war bei der Entwicklung des ersten Fiat 500 in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen noch nicht zu denken. Damals war das Automobil ein Privileg der Besserverdienenden. Deshalb mutete der Entwicklungsauftrag von Fiat-Konzernchef Giovanni Agnelli an seinen Chef-Ingenieur Antonio Fessa fast wie eine Sozialrevolution an, denn Fessa sollte ein Fließband-Fahrzeug konstruieren, das die breite Bevölkerung motorisierte, ein Ford Model T auf Italienisch – aber mit revolutionärem Frontantrieb. Nach dem Unfall eines Versuchsautos stellte Fessia die Pläne jedoch auf Hinterradantrieb um und legte das Projekt in die Hände des Nachwuchstalents Dante Giacosa.
Urvater mit 10 kW/13 PS
Giacosa vollendete den Urvater aller modernen Fiat-Kleinwagen, dies als 10 kW/13 PS leistendes Vierzylinder-Modell, das nicht nur die Italiener mobilisierte, sondern als in Lizenz gebauter NSU-Fiat, Steyr-Puch und Simca auch die Deutschen, Österreicher und Franzosen. Die zweifarbige Lackierung mit schwarzen Scheinwerfern, Kotflügeln und Seitenschwellern betonte die optische Nähe des 3,21 Meter kurzen Topolino zum Comic-Helden Micky Maus.
Der Topolino kostete ab 8.900 Lire
Ansonsten sorgten simple technische Lösungen für niedrige Kosten: Vermeintliche Essentialia wie die Stoßstangen gab es nur gegen Aufpreis, die Kraftstoffpumpe sparte Giacosa ein, indem das Benzin per Schwerkraft aus dem über dem Vergaser angeordneten Tank floss. Dennoch konnte Giacosa den von Fiat-Boss Agnelli vorgegebenen Zielpreis von 5.000 Lire für den 500 nicht halten. Der Topolino kostete ab 8.900 Lire, was seine Karriere als Kassenschlager für Normalverdiener aber kaum beeinträchtigte, zumal er mit damals raffinierter Technik beeindruckte, wie vorderer Einzelradaufhängung, 12-Volt-Bordnetz und einer überlandtauglichen Vmax von 85 km/h.
Ein Sympathieträger, der die Straßen im Sturm eroberte
Beachtliche 122.000 Topolino rollten aus dem eigens gebauten Werk in Turin-Lingotto, ehe 1948 das erste Facelift eine neue Karosserievariante mitbrachte. Dieser Fiat 500 Giardiniera als Familien-, Freizeit- und Handwerkerkombi im Woodie-Look traf den Zeitgeist des wirtschaftlichen Aufschwungs, während sich der 1949 aufgelegte Fiat 500 C mit amerikanisiertem Frontdesign als Shootingstar entpuppte. Über 376.000 Fans orderten dieses Mäuschen, das gleich zwei, ebenfalls von Dante Giacosa entwickelte Nachfolger fand: 1955 den etwas größeren Fiat 600 und 1957 den Fiat Nuova 500.
Niedlich wie ein Mäuschen
Gerade einmal 2,97 Meter lang, wirkte der Fiat Nuova 500 perfekt proportioniert für die engen Gassen italienischer Altstädte. Vor allem aber gab auch er sich niedlich wie ein Mäuschen mit rundlichen Formen und wie Kulleraugen blickenden Hauptscheinwerfern. Klar, dass der Volksmund den neuen Fiat 500 – jetzt mit 13 bis 15 PS leistendem Zweizylinder im Heck – ebenfalls Topolino nannte.
Die Medien nannten den Nuova 500 anfangs eine „povera macchina“
Dennoch verlief der Start des Heckmotor-Typs überraschend schleppend, im Weg stand ihm der geräumigere und kaum kostspieligere Fiat 600 mit kräftigerem Vierzylinder. Eine „povera macchina“, ein armseliges Auto – anfangs sogar ohne seitliche Kurbelfenster – nannten die Medien den Nuova 500.
Topolino: Der König der Kleinsten
Dann aber gelang Fiat ein Marketingcoup: Der 2,95 Meter kurze Topolino wurde als Lifestyle-Vehikel promotet. Das Faltdach galt als Fenster zum Himmel über bella Italia, und stylische Giardiniera-Kombis, extravagante Autobianchi-Derivate, aggressive Adrenalinbeschleuniger von PS-Magier Abarth sowie Kleinserien-Konzepte von Karossiers wie Ghia, Giannini, Lombardi, Moretti, Vignale, Viotti oder Zagato machten aus der Turiner Basismotorisierung einen König der Kleinsten. Mit dem Nuova 500 konnte sich der sizilianische Oliverbauer nun ebenso zeigen wie die zum Einsatz fahrende Ordensschwester oder politische Machthaber wie der britische Premier Winston Churchill und der Milliardär Aristoteles Onassis.
Fast dreißig Jahre wurde der Fiat Nuova 500 produziert
Dann versuchten der ab 1972 gefertigte Fiat 126, aber auch der 1991 aufgelegte, kantige Cinquecento vergeblich, an den Nimbus des Nuova 500 anzuknüpfen. Erst als Fiat dem Vorbild des BMW-Mini folgte und 2007 einen 500 im modernen Retrolook zeigte, konnten die Italiener die Cinquecento-Saga um ein neues Kapitel ergänzen.
3,2 Millionen verkaufte Einheiten vom vierten Fiat 500
Eine gemeinsame Plattform mit dem Ford Ka hatte die Entwicklung dieses rundlichen Retro-500 fürs neue Millennium profitabel gemacht. Während der Ka längst vergangen und vergessen ist, konnte der in 3,2 Millionen Einheiten verkaufte vierte Fiat 500 das Charisma seiner Vorfahren einfangen und 2020 an den fünften 500 weitergeben, der heute als Stromer und Hybrid-Fans findet. Amore eterno, die Liebe zum Cinquecento scheint ewig zu leben.
Infografik Fiat 500
Diese Infografik zeigt die faszinierende, 90-jährige Evolutionsgeschichte des Fiat 500. Von den historischen Anfängen des Ur-Topolino im Jahr 1936 über das goldene Zeitalter des Nuova 500 ab 1957 bis hin zur modernen Retro-Renaissance ab 2007 und den heutigen elektrifizierten Modellen – der Cinquecento bleibt der Inbegriff italienischer Lebenskultur und ein weltweiter Sympathieträger auf vier Rädern.
Modellhistorie Fiat 500:
1933: Entwicklungsbeginn für den ersten Fiat Kleinwagen aus dem Werk Lingotto unter Ing. Antonio Fessia, zunächst als Frontantriebsmodell. Nach einem Unfall mit einem Prototyp wird die Konstruktion auf Hinterradantrieb umgestellt, und Fessia übergibt die Entwicklung an den jungen Nachwuchskonstrukteur Dante Giacosa, der zuvor mit Aeronautikprojekten beauftragt war. Designer Rodolfo Schaeffer entwirft eine zweitürige Karosserie mit zeitgeistigen, freistehenden Scheinwerfern
1934: Im Februar präsentiert Giacosa den Prototyp „Zero A“ (Aviazione), und Fiat-Chef Agnelli ordnet die Vorbereitung der Serienproduktion an. Für die Produktion des Fiat 500 entsteht im Turiner Stadtteil Lingotto ein neues, fünfstöckiges Werk mit Teststrecke auf dem Dach, das Industriegeschichte schreibt
1936: Am 15. Juni debütiert der unter Dante Giacosa entwickelte, nur 3,21 Meter lange und von einem 569-ccm-Vierzylinder angetriebene Fiat 500; seine Scheinwerfer erinnern an die Ohren von Walt Disneys Micky Maus, daher erhält der Fiat 500 den Kosenamen „Topolino“ („Mäuschen“, aber in Italien auch die Bezeichnung von Disneys Micky Maus)
1948: Nach 122.000 Einheiten des Fiat 500 A erfolgt die Einführung des Fiat 500 B mit 12,5 kW/16 PS Leistung und der Kombiversion Giardiniera (mit Kombiheck mit Holzverkleidung). Bis 1949 werden rund 21.000 Einheiten des Fiat 500 B gebaut
1949: Vorstellung des 500 Topolino C mit modifizierter Karosserie, bis 1955 werden vom Fiat 500 C über 376.000 Einheiten als Berlinetta (Limousine), Giardiniera (Kombi) und Belvedere (ab 1951, Kombi mit komplett aus Metall gefertigter Karosserie) gebaut
1953: Fiat Deutschland schickt Konstruktionszeichnungen sowie einen fertigen Prototypen für einen möglichen Kleinstwagen nach Turin. Dieses von einem Techniker namens Bauhof entwickelte Fahrzeug wird von Dante Giacosa wohlwollend geprüft, aber wegen des Fronttürenkonzepts und eines zu klein dimensionierten Einzylinder-Motors abgelehnt. Stattdessen wird der nächste Fiat 500 unter dem Entwicklungscode „100“, später „110“ finalisiert, dies mit 13 PS leistendem 0,5-Liter-Reihen-Zweizylinder, der sich mit 4,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer bescheiden sollte
1954: Im August wird das Design für den künftigen Kleinstwagen anhand des Prototypen 110-518 definiert
1955: In Deutschland endet in Heilbronn die Produktion des NSU-Fiat 500, von dem insgesamt 12.000 Einheiten gebaut wurden, dies auch in eigenen Karosserieformen wie einem Roadster. Produktionsauslauf für den Fiat 500 Topolino C. Nachfolger wird der am 30. Juni vorgestellte Fiat 600, der im Folgejahr in Großserie geht. Die Motorenentwicklung für den Fiat 500 geht in die Endphase, von Beginn an wird die Entwicklung luxuriöser Autobianchi-Versionen verfolgt, diese Bianchina werden als Coupé, Cabriolet und Kombi finalisiert
1957: Am 4. Juli wird der Nuova 500 im mondänen Sporting Club von Turin präsentiert mit Live-Übertragung des staatlichen Fernsehsenders RAI und Probefahrt durch den italienischen Ministerpräsidenten. Am 5. Juli fährt ein Konvoi mit 120 Nuova Cinquecento durch Turin. Im Herbst wird der Fiat 500 N (Normale) mit 11 kW/15 PS Leistung und vorderen Kurbelfenstern eingeführt
1958: Ein 19 kW/26 PS leistender Fiat 500 Abarth erzielt im Februar einen Langstreckenrekord in siebentägiger Dauerfahrt. Italienischer Tourenwagenmeister wird ein 500 Abarth Zagato. Debüt des Fiat 500 Sport mit 16 kW/21,5 PS-Motor
1960: Einführung des Fiat 500 D mit 13 kW/18 PS Leistung und Präsentation der Kombiversion 500 Giardiniera mit Unterflurmotor
1965: Mit dem überarbeiteten Fiat 500 F verabschiedet sich der Cinquecento im März von den bis dahin typischen sogenannten Selbstmördertüren. Die Kombiversion 500 Giardiniera hält an diesen hinten angeschlagenen Türen fest und wird deshalb in Deutschland nur bis 1966 verkauft, dies unter der Marke Autobianchi
1968: Im September erfolgt die Einführung des Fiat 500 L mit Chromapplikationen
1972: Zeitgleich mit der Einführung des designierten Nachfolgers, des Fiat 126, erfährt der 500 im November letzte technische Modifikationen und trägt nun die Bezeichnung 500 R mit 0,6-Liter-Hubraum und 13 kW/18 PS Leistung. Der Fiat 500 R wird in Italien ein populäres Behördenfahrzeug, das auch bei Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz eingesetzt wird
1975: Produktionsauslauf für den Fiat 500
1977: Einstellung der Kombiversionen des Fiat 500
1991: Im Dezember feiert ein neuer Cinquecento Weltpremiere, die Markteinführung in Deutschland erfolgt im März 1993. Allein mit den kurzen Abmessungen von 3,23 Länge erinnert der kantige Neue an seine namensgleichen rundlichen Vorgänger. Die Produktion des neuen Cinquecento erfolgt in Tychy/Polen, bis 1999 laufen dort über eine Million Einheiten vom Band, dann übernimmt der Seicento die Ablösung
2004: Der historische Fiat Nuova 500 (1957-1975) erhält in Italien eine Sondergenehmigung für das Befahren von Umweltzonen auch ohne Katalysator. Auf dem Genfer Salon debütiert das Concept Car Trepiùno als möglicher Nachfolger des Cinquecento. Ein Jahr später wird das Projekt eingestellt
2005: Fiat und Ford kommunizieren eine Kooperation, auf einer gemeinsamen Fahrzeugplattform werden der Ford Ka und ein neuer Fiat 500 entwickelt. Der Fiat 500 ähnelt optisch dem Concept Car Trepiùno
2007: Am 4. Juli, genau 50 Jahre nach der Vorstellung des Nuova 500, wird ein neuer Fiat 500 (Typ 312) im Retrostil in Turin vorgestellt. Zugleich stellt Fiat fest, dass jeder sechste jemals gebaute Fiat Nuova 500 noch zugelassen ist – Weltrekord für ein vor 50 Jahren vorgestelltes Massenmodell in Millionenauflage. Eigentlich ist der neue Fiat 500 Nachfolger des Fiat Seicento, technisch teilt er sich Komponenten mit dem Fiat Panda, der preislich unterhalb des Fiat 500 positioniert ist
2012: Die Fiat-500-Familie wird erweitert um den Fiat 500L, ein Minivan auf technischer Basis des Fiat Punto
2014: Neu ist der Mini-SUV Fiat 500X, der sich die technische Basis mit dem Jeep Renegade teilt
2015: Umfangreiche Modellpflege für den Fiat 500
2019: Der Fiat 500 (Typ 312) erreicht mit 375.000 Fahrzeugen sein erfolgreichstes Verkaufsjahr
2020: Neu ist der vollelektrische Fiat 500 (Typ F1A), der als erstes Fiat-Modell nur batterieelektrisch angeboten wird und nicht in Polen, sondern in Italien produziert wird. Wegen geringer Verkaufszahlen des Stromers führt Fiat ab September 2025 auch eine Version mit einem Mild-Hybrid-Antrieb ein. Neben dem dreitürigen Fiat 500 gibt es eine Cabriolimousine und eine Version mit einer weiteren Tür auf der Beifahrerseite, die gegenläufig zur vorderen öffnet
2021: Fiat wird Bestandteil des neu gegründeten Stellantis-Konzerns. Das Stellantis-Werk in Tychy (Polen) feiert 2,5 Millionen produzierte Fiat 500. Die Modellfamilie des Fiat 500 befindet sich in diesem Jahr unter den zehn meistverkauften Pkw-Reihen in Deutschland, der vollelektrische Fiat 500 belegt Platz neun im BEV-Segment
2022: Der elektrische Fiat 500 wird auch als Abarth 500 lanciert. Mit 29.635 Einheiten ist 2022 vorläufig das erfolgreichste Verkaufsjahr für den aktuellen Fiat 500, der als Stromer Platz 3 in Deutschland bei den Zulassungen batterieelektrischer Pkw erreicht
2024: Das im Vorjahr präsentierte vollelektrische „Leichtkraftfahrzeug“ Fiat Topolino kommt in den Handel und erinnert dem Namen nach an den legendären Vorgänger aus dem Jahr 1936, ist aber technisch eng verwandt mit Citroen Ami und Opel Rocks Electric. Zwei Karosserievarianten des Fiat Topolino stehen zur Verfügung, offen und geschlossen. Einheitlich sind sie nicht nur in ihrer zentralen Struktur, sondern sie tragen auch dieselben Farben. Die Fahrzeuglänge beträgt handliche 2,53 Meter. Bei 45 km/h erreicht das erste Fahrzeug von Fiat in dieser Kategorie seine Höchstgeschwindigkeit. Die 5,4-kWh-Batterie erlaubt eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern. Seit 2024 wird der Fiat 500 (Typ F1A) mit mäßigem Erfolg auch in Nordamerika angeboten. Das Vorgängermodell (Typ 312) wurde dort zwischen 2011 und 2019 vertrieben. Im Juli endet die Produktion des seit 2007 gebauten Fiat 500 (Typ 312) nach über 3,2 Millionen Einheiten; davon wurden 350.000 Einheiten in Deutschland verkauft
2025: Mit nur 10.550 Einheiten kommt der Fiat 500 auf Platz 16 unter den Neuzulassungen batterieelektrischer Pkw in Deutschland; die neu vorgestellte Hybridversion ist erst ab 2026 relevant
2026: Der Fiat 500 „Topolino“ erster Generation wird 90 und die Tifosi feiern das Jubiläum Mitte Juni mit einem internationalen Treffen in Rivoli/Turin (Italien)
Häufig gestellte Fragen zur Fiat 500 Geschichte