Aus für das 0,9-Sekunden-Raketen-Auto: Dreame stoppt Elektroauto-Projekt «Starry Sky» und wickelt Sparte ab
Der chinesische Staubsauger- und Robotikspezialist Dreame Technology hat sein ambitioniertes Elektroauto-Projekt «Starry Sky» überraschend eingestellt und leitet die vollständige Abwicklung seiner Automobilsparte ein. Nachdem das Unternehmen erst im August 2025 den Einstieg in die Fahrzeugbranche angekündigt und im April 2026 mit dem Konzept-Supersportwagen Nebula Next 01 Jet Edition (angeblich 0–100 km/h in 0,9 Sekunden mit Raketenantrieb) für weltweites Aufsehen gesorgt hatte, schrumpfte das Team von ehemals knapp 1’000 Mitarbeitenden auf wenige Dutzend zur Schulden- und Firmenauflösung zusammen. Dreame folgt damit dem Beispiel des britischen Konkurrenten Dyson und fokussiert sich künftig wieder ausschliesslich auf sein Kerngeschäft mit Haushaltsrobotern, Staubsaugern und elektrischen Zweirädern.
SP-X/Peking. Der chinesische Staubsauger- und Haushaltsroboterspezialist Dreame Technology zieht beim geplanten Aufbau einer Autosparte den Stecker. Wie das Branchenportal CarNewsChina berichtet, ist das 2025 gestartete Fahrzeugprojekt „Starry Sky“ bereits in der Abwicklung. Von den zeitweise fast 1.000 Beschäftigten der jungen Sparte seien nur noch wenige Dutzend übrig. Sie kümmern sich demnach vor allem um die Auflösung der Gesellschaften und offene Verbindlichkeiten.
Dreame hatte erst im August 2025 den Einstieg ins Autogeschäft bekannt gemacht und Anfang 2026 mit Konzeptfahrzeugen seine Ambitionen untermauert. Einen bizarren Höhepunkt markierte die im April enthüllte Jet Edition des Elektro-Sportwagens Nebula Next 01. Dank zusätzlichem Raketenantrieb sollte die Elektro-Flunder angeblich in 0,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Laut CarNewsChina gab es allerdings Zweifel am tatsächlichen Entwicklungsstand der präsentierten Fahrzeuge. Ehemalige Mitarbeiter berichten, einzelne Showcars hätten vor allem der Außendarstellung und der Beschaffung von Kapital gedient.
In Zukunft will sich Dreame laut dem Bericht wieder stärker auf seine angestammten Geschäftsfelder konzentrieren. Dazu zählen neben Staubsaugern und Rasenmährobotern auch elektrische Zweiräder und Robotik. Dreame ist nicht der erste Haushaltsgerätehersteller, dessen Einstieg ins Autogeschäft scheiterte. Bereits 2019 hatte Dyson aus England ein zwei Jahre zuvor angekündigtes Elektroauto-Projekt wieder eingestampft. In die Entwicklung des geplanten E-SUV wollte das Unternehmen ursprünglich 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Mrd. Euro) investieren.