Hennessey Blackbird (2029): Puristischer V8-Sauger mit Handschaltung und SR-71-DNA

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Mit dem Hennessey Blackbird präsentiert der US-amerikanische Kleinserienhersteller sein drittes Modell, das ab 2029 oder 2030 in einer weltweiten Auflage von nur 71 Exemplaren zu Preisen ab umgerechnet ca. 2,2 Millionen Euro auf den Markt kommt. Im Gegensatz zu den extremen Geschwindigkeits-Rekordlern Venom GT und Venom F5 setzt der Blackbird auf puristischen Fahrgenuss ohne Turboaufladung oder Hybridtechnik. Herzstück des unter 1’360 Kilogramm leichten Carbon-Mittelmotor-Sportwagens ist ein zusammen mit Ilmor entwickelter, über 9’000 U/min drehender 6,2-Liter-V8-Saugmotor mit 800 bis 850 PS, der ausschliesslich über ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe mit offener Kulisse die Hinterräder antreibt. Optisches und aerodynamisches Vorbild ist das legendäre US-Aufklärungsflugzeug Lockheed SR-71 Blackbird.

SP-X/Sealy, Texas. Der Sportwagenhersteller Hennessey hat mit dem Blackbird sein bislang drittes Modell vorgestellt. Statt wie die Vorgänger Venom GT und Venom F5 in absurde Geschwindigkeitsregionen vorzudringen, soll bei dem Neuling „sportliches Genussfahren“ im Fokus stehen. Der Zweisitzer verzichtet auf Aufladung, Hybridtechnik und extreme Leistungswerte und setzt stattdessen auf Leichtbau, Saugmotor, Heckantrieb und Handschaltung. 2029 oder 2030 soll der weltweit angebotene Blackbird zu Preisen ab umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro in einer Auflage von 71 Exemplaren auf den Markt kommen.

Seitenprofil des Hennessey Blackbird Mittelmotor-Sportwagens mit flacher Silhouette und grossen Leichtmetallrädern.
Beim Hennessey spannt sich die Außenhaut denkbar flach über die 20 bzw. 21 großen und mit Michelin-Reifen bestückten Räder. Foto: Hennessey

Sprint auf 100 km/h in deutlich unter drei Sekunden

Herzstück der Mittelmotorflunder ist ein 6,2-Liter-V8, den Hennessey zusammen mit Ilmor Engineering entwickelt und auf 800 bis 850 PS trimmen will. Mehr als 9.000 Touren soll das Aggregat vertragen und einen Sprint auf 100 km/h in deutlich unter drei Sekunden erlauben. Maximal peilt Hennessey rund 350 km/h an. Zum Vergleich: Der mehr als 2.000 PS starke Venom F5 ist zumindest theoretisch für über 500 km/h gut.

Heckdreiviertelansicht des Hennessey Blackbird mit sichtbarem Heckdiffusor und aerodynamischen Karosserielinien.
Aerodynamik war bei der Entwicklung des Blackbird ein offensichtlich wichtiges Thema. Foto: Hennessey

Manuelles Sechsganggetriebe mit offener Schaltkulisse

Die Kraftübertragung übernimmt ausschließlich ein manuelles Sechsganggetriebe mit offener Schaltkulisse. Beim Monocoque und den Karosserieteilen setzt Hennessey auf Kohlefaser, wodurch das Trockengewicht unter 1.360 Kilogramm bleiben soll. Zum Fahrwerk gehören innenliegende Federelemente und adaptive Dämpfer. Traktionskontrolle und ABS sollen den Piloten vor größeren Missverständnissen mit dem Heckantrieb bewahren.

Detailaufnahme der viergestaffelten Auspuffrohre und der zwei aktiven senkrechten Stabilisatoren am Heck des Hennessey Blackbird.
Die beiden aktiven, senkrechten Stabilisatoren am Heck sind eine Hommage an das Aufklärungsflugzeug Lockheed SR-71 Blackbird. Foto: Hennessey

Namensgeber Lockheed SR-71 Blackbird

Namensgeber und gestalterisches Vorbild ist das Aufklärungsflugzeug Lockheed SR-71 Blackbird. An den von der US-Armee von 1964 bis 1998 eingesetzten Militärflieger erinnern unter anderem die lang gestreckte Silhouette, scharf gezeichnete Karosseriekanten und zwei aktive, senkrechte Stabilisatoren am Heck. Sie fahren automatisch bei 71 mph, umgerechnet rund 114 km/h, aus. Über Flügeltüren gelangt im in das Cockpit des Hennessey Blackbird, das weitgehend ohne digitale Ablenkung auskommt. Statt Displays und Lenkradtasten gibt es einen großen analogen Drehzahlmesser, klassische Schalter und einen herkömmlichen Zündschlüssel.

Puristisches Cockpit des Hennessey Blackbird mit braunem Leder, analogem Drehzahlmesser und manueller Sechsgang-Schaltkulisse.
Statt Displays und Lenkradtasten gibt es einen großen analogen Drehzahlmesser, klassische Schalter und einen herkömmlichen Zündschlüssel. Foto: Hennessey

Für Tagesetappen von rund 1.300 Kilometern ausgelegt

Ganz asketisch fällt der Blackbird nicht aus. Ein adaptives Fahrwerk, eine Audioanlage, vier Getränkehalter und Platz für zwei große Handgepäckkoffer sollen auch lange Reisen angenehm machen. Nach Angaben des Herstellers ist der Wagen für Tagesetappen von rund 1.300 Kilometern ausgelegt. Mehr als zwei Drittel der geplanten Produktion seien bereits vergeben. Seine Publikumspremiere feiert der Blackbird Mitte August im Rahmen der Monterey Car Week in Kalifornien.

Blick auf die braunen Leder-Sportsitze im Innenraum des Hennessey Blackbird.
Nach Angaben des Herstellers ist der Wagen für Tagesetappen von rund 1.300 Kilometern ausgelegt. Foto: Hennessey

Häufig gestellte Fragen zum Hennessey Blackbird

Was kostet der Hennessey Blackbird und wie viele Stück werden gebaut?
Der Hennessey Blackbird soll ab 2029 oder 2030 auf den Markt kommen und kostet umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro. Die Produktion ist weltweit streng auf 71 Exemplare limitiert.
Welcher Motor treibt den Hennessey Blackbird an?
Der Supersportwagen wird von einem zusammen mit Ilmor Engineering entwickelten 6,2-Liter-V8-Saugmotor angetrieben, der 800 bis 850 PS leistet und über 9’000 U/min dreht. Die Kraft wird über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Hinterräder übertragen.
Warum heisst das Modell „Blackbird“?
Namensgeber und Design-Vorbild ist das US-Aufklärungsflugzeug Lockheed SR-71 Blackbird. An den Militärflieger erinnern unter anderem die scharfen Kanten sowie zwei aktive senkrechte Stabilisatoren am Heck, die ab 114 km/h (71 mph) automatisch ausfahren.
 

 

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.