Master Maserati Hockenheimring: Das legendäre Fahrtraining feiert exklusive Deutschland-Premiere
Das exklusive Werkstraining Master Maserati verlässt erstmals in seiner knapp 30-jährigen Geschichte die italienischen Heimatstrecken und feiert auf dem Hockenheimring seine vielbeachtete internationale Premiere. Bei dem anspruchsvollen Perfektionstraining lernen ambitionierte Sportwagenfahrer unter Anleitung professioneller Instruktoren der Scuderia des ehemaligen Formel-1-Piloten Andrea de Adamich die perfekte Ideallinie und zentimetergenaue Bremspunkte kennen. Für den halbtägigen Einstiegskurs zum Preis von rund 2’000 Euro stellt die Marke aus Modena eine Flotte von zwölf Sportwagen zur Verfügung, bei der sich die Teilnehmer am Steuer des Gran Turismo Trofeo, des neuen MC Pura sowie des radikalen GT2 Stradale abwechseln. Das renommierte Programm kombiniert intensiven Auslauf auf dem Grand-Prix-Kurs mit einer datengestützten Telemetrie-Analyse direkt aus der Boxengasse.
SP-X/Hockenheim. Das Fahrerlager gehört zu den heiligen Hallen des Hockenheimrings. Wer dort hineinwill, arbeitet entweder im Rennsport oder hat ein Fahrtraining gebucht. Porsche betreibt sogar ein eigenes Experience Center auf dem Gelände des Rings.
Hockenheimring im Zeichen des Dreizacks
Heute aber steht der Hockenheimring im Zeichen des Dreizacks. Maserati hat den Grand-Prix-Kurs exklusiv gemietet und zwölf Sportwagen aus Modena mitgebracht. Einen halben Tag lang wechseln sich 27 Teilnehmer am Steuer von Gran Turismo Trofeo, MC Pura und GT2 Stradale ab. Für die italienische Marke ist es eine Premiere: Zum ersten Mal findet ein reguläres Master-Maserati-Fahrtraining außerhalb Italiens statt.
Das Programm gibt es seit 1999
Wer bisher lernen wollte, einen Maserati auf der Rennstrecke richtig zu bewegen, musste nach Italien reisen, etwa auf den Kurs von Vallelunga bei Rom. Das Programm gibt es seit 1999. Seither hat die Marke nach eigenen Angaben mehr als 600 Kurse mit über 9.000 Teilnehmern veranstaltet. Die Idee dazu stammte vom früheren Formel-1-Fahrer Andrea de Adamich, dessen Scuderia bis heute die Instruktoren stellt.
Ein anspruchsvolles Perfektionstraining
Allerdings hat sich das Training verändert. Was als Sicherheitstraining für Sportwagen begann, wurde mit den Jahren ein anspruchsvolles Perfektionstraining. „Wir wollen den Teilnehmern zeigen, wie sie das Potenzial unserer Autos ausschöpfen können“, sagt Roberto Bozzi, der das Programm leitet. Beim halbtägigen Einstiegskurs auf dem Hockenheimring lernen die Fahrer Bremspunkte und Ideallinie kennen, wechseln zwischen den drei Modellen und lassen anschließend ihre Runden auswerten.
Instruktoren
Gefahren wird in vier Gruppen, die jeweils von zwei Instruktoren betreut werden. So bleiben die Wartezeiten überschaubar, und die Trainer können auf einzelne Fehler eingehen. 24 bis 26 Teilnehmer hält Bozzi bei den größeren Programmen für ideal. Bei größeren Gruppen sinkt die Fahrzeit.
Telemetriedaten
Wer gerade nicht im Auto sitzt, schaut sich mit den Instruktoren die Telemetriedaten seiner Runden an. Sensoren erfassen unter anderem Bremsdruck, Beschleunigung und Lenkwinkel. Die Diagramme zeigen für jede Kurve, wo ein Fahrer zu früh vom Gas ging, zu lange bremste oder Geschwindigkeit verschenkte. Darin unterscheidet sich das Programm von Erlebnisangeboten, bei denen es vor allem um einige schnelle Runden geht. „Fünf Runden in einem Supersportwagen sind noch kein Training“, sagt Bozzi. Entscheidend sei, die eigenen Fehler zu verstehen und daraus zu lernen.
Teilnehmen darf auch, wer keinen Maserati besitzt
Zudem müssen die Kursstufen nicht nacheinander absolviert werden. Laut Bozzi fahren zwar rund 60 Prozent der Teilnehmer selbst einen Maserati. Die übrigen 40 Prozent kommen jedoch von anderen Marken, häufig von Porsche oder BMW. Selbst etliche Ferrari-Besitzer haben bereits beim kleineren Nachbarn aus Modena Kurse gebucht.
Kosten des Fahrtrainings
Nicht, weil die Kurse so viel besser wären als bei Ferrari. Aber deutlich günstiger. Der halbe Tag in Hockenheim kostet rund 2.000 Euro, ganztägige Fortgeschrittenenkurse bewegen sich grob zwischen 4.500 und 7.000 Euro. Im höchsten Kurs sitzt der Teilnehmer schließlich allein im Auto und folgt per Funk einem Instruktor, der im vorausfahrenden Wagen Tempo, Linie und Bremspunkte vorgibt.
Kundengewinnung
Maserati nutzt die Kurse deshalb auch zur Kundengewinnung. Besitzer der Marke erfahren, was in ihren Autos steckt. Fahrer anderer Hersteller können die Sportwagen dagegen unter Bedingungen ausprobieren, die bei einer normalen Probefahrt nicht möglich wären.
Hoher logistischer Aufwand
Für das Unternehmen bedeuten die Trainings allerdings einen hohen Aufwand. Nach Hockenheim brachte Maserati zwölf Fahrzeuge aus Modena, vier von jedem Modell. Hinzu kommen Instruktoren, Mechaniker, ein Streckenkoordinator und Spezialisten für die Fahrdaten. Nach dem Training gehen die Autos zurück ins Werk, wo Bremsen, Flüssigkeiten und Verschraubungen kontrolliert werden.
Circuit Paul Ricard
Trotz des Aufwands soll Hockenheim kein einmaliger Ausflug bleiben. Für das nächste internationale Strecke hat Maserati den Circuit Paul Ricard in Südfrankreich gebucht. Außerdem laufen Planungen für Korea, später könnten die USA folgen. Mittelfristig peilt Bozzi mindestens vier Veranstaltungen pro Jahr außerhalb Italiens an. Und wenn dabei der eine oder andere Teilnehmer den Kaufvertrag für ein neues Auto zeichnet, hat sich der Aufwand fast schon gelohnt.
Häufig gestellte Fragen zum Master Maserati Fahrtraining