30 Jahre Ludospace: Citroën Berlingo, Peugeot Partner und Renault Kangoo werden Oldtimer
Neu erdachter kleiner Hochdachkombi
Wie einst der 2 CV als Kastenente bot der Berlingo Raum für alles, was Landwirte oder Handwerker transportieren wollten, aber als neu erdachter kleiner Hochdachkombi verzichtet er auf eine Trennung von Laderaum und Passagierabteil. Ein Geniestreich, den der Peugeot Partner als baugleicher Berlingo-Zwilling adaptierte, aber auch Renault strickte seinen fast finalisierten und zum Erben des Renault 4 erklärten Kangoo nach diesem Muster. „Ludospace“ – Raum zum Spielen – nannten die Gallier diese neuen nutzwertigen Fourgonnettes, die ähnlich wie R4 oder Kastenente französisches savoir-vivre in ganz Europa hypten.
Freche Concepts und fröhlichen Farben
Während Typen á la Fiesta Courier oder Opel Combo ebenso wie Renault Rapid und Citroën C15 nur als Lastesel reüssierten, gelang dem in fröhlichen Farben und als freche Concepts vorfahrenden Trio aus Berlingo, Partner und Kangoo eine Karriere, die kurzzeitig an den Höhenflug des ikonischen VW Bulli erinnerte. Auch wenn heute für Lifestyle Crossover zuständig sind, finden die Hochdachkombis weiterhin ihre Fans. Deshalb ist aus dem Trio ein Oktett geworden: Fiat, Mercedes, Nissan, Opel und Toyota bauen Parallelmodelle.
Maximal viel Platz zu minimalen Kosten
Das hatte die vor 30 Jahren florierende Van-Szene nicht erwartet: Plötzlich bekamen die komfortablen Familien- und Freizeitshuttles, aber auch klassische Kombis Konkurrenz durch eine fröhliche, kompakte Hochdachkombi-Flotte, die wie einst Citroën 2 CV Kastenente und Renault 4 F4/F6 Fourgonnette zu minimalen Kosten maximal viel Platz für Passagiere und Gepäck boten.
Die hohe Kunst des Weglassens
Die Franzosen zelebrierten die hohe Kunst des Weglassens als Gegenbewegung zum Hightech-Auto und konzentrierten sich auf alles, was der gelassenen und kostengünstigen Fortbewegung mit Panoramaaussicht im riesigen „Ludospace“-Wohn- und Spielzimmer förderlich war.
Auch in engsten Parklücken sicher und ohne Türrempler aussteigen
Baguettes mit Beaujolais für alle statt Champagner und Kaviar für wenige, lautete die Entwicklungsdevise, die bei Citroën und Peugeot so ernst genommen wurde, dass sich Berlingo und Partner 1996 mit nur zwei seitlichen Türen präsentierten. Zum Vorteil für Renault, denn dort hatten sie den erst ein Jahr später serienreifen Kangoo mit einer zusätzlichen praktischen Schiebetür auf der Beifahrerseite projektiert: So konnte die euphorische Kinderhorde auch in engsten Parklücken sicher und ohne Türrempler aus dem Kangoo stürmen. Beginn des vielleicht kuriosesten Schiebetüren-Wettlaufs der Automobilhistorie.
„Von 0 auf 100 in 3 Sekunden. Im freien Fall“
„Schubidubiduu, hier kommt Kangoo“, feierte die Werbung den kinderfreundlichen Renault und versuchte, das unprätentiöse Vehikel mit Kultstatus aufzuladen. „Von 0 auf 100 in 3 Sekunden. Im freien Fall“, heißt es etwa selbstironisch in Anzeigen über das anfangs maximal 55 kW/75 PS starke Multifunktionstool, das ähnlich wie der Renault 4 auch Menschen ansprechen sollte, die ansonsten zum Automobil eine eher distanzierte Attitüde kultivieren.
Ein liebestoller Nashornbulle
Dazu passte ein damals gewagter TV-Spot, in dem sich ein liebestoller Nashornbulle mit dem Kangoo paarte und dann völlig erschöpft, aber zufrieden auf dem Dach des von Renault-Designer Patrick Lecharpy konturierten Kombivans liegen blieb, denn dieser „gewinnt Herzen, keine Schönheitswettbewerbe“.
Spektakuläre Berlingo-Concept-Cars
Citroën dagegen war von visuellen Verführungskünsten des Berlingo überzeugt und indizierte das durch die Ableitung des Namens Berlingo vom französischen Wort Berlingot, einer kleinen Berline (Limousine). Eine Serie spektakulärer Berlingo-Concept-Cars wie Berline Bulle, Grand Large und Coupé de Plage demonstrierte, dass die ansonsten treuherzig dreinblickende Baureihe theoretisch auch auf Großstadtboulevards eine gute Figur machte – zumal Citroën und Peugeot 1999 endlich auch eine Schiebetür auf der rechten Seite anboten. Das entlockte Renault nur ein mitleidiges Lächeln.
Eine zweite Schiebetür
In Billancourt hatten sie bereits eine zweite Schiebetür installiert und feierten die ungewöhnliche Innovation in einem neuen witzigen TV-Spot: Zwei Bankräuber auf der Flucht werfen den Geldsack durch die geöffnete rechte Schiebetür in den Kangoo und – ungewollt – weiter durch die linke Tür direkt in die Arme von bedürftigen Menschen. So viel „Charity“ konnten Citroën und Peugeot nicht unbeantwortet lassen, ab Modelljahr 2000 gab es Berlingo und Partner ebenfalls mit zwei Schiebetüren und obendrein mit praktischen Raffinessen wie dem Multifunktionsdach Modutop im Berlingo Spacelight.
Variantenvielfalt
Überhaupt die Variantenvielfalt: Mit dem Berlingo Charleston inkl. Faltschiebedach beschwor Citroën Ende der 1990er den Esprit des 2 CV Charleston, während der Kangoo Parisienne nostalgisch an den Renault 4 Parisienne mit Schotten- oder Korbgeflechtmuster an den Flanken erinnerte. Auf den SUV-Trend antworteten alle drei Marken mit Offroadlösungen (Höherlegung, Unterfahrschutz, Differenzialsperre oder Allrad), die Förster, Jäger, Landwirte, aber auch Strand- und Campingurlauber erfreuten – so wie einst die entsprechend genutzte Ahnengalerie aus Citroën 2 CV, Acadiane und Méhari oder Renault R4 und Rodeo.
Unschlagbar in puncto Preis-Leistungsverhältnis
In den 2000er Jahren versuchten sich viele Hersteller – auch VW mit einem neuen Caddy – im Segment der kleinen Hochdachkombis, denn in puncto Preis-Leistungsverhältnis blieben diese Helden des Familienalltags unschlagbar. So verstaute der vier Meter kurze Kangoo bis 2.380 Liter Gepäck, das Paar von Citroën und Peugeot sogar bis 2.780 Liter Ladung – spätere Langversionen locker 3.500 Liter.
Renault Kangoo erste Version mit 2,2 Millionen Einheiten
Das waren Volumina, von denen Kombi-Fahrer nur träumen konnten. 2007 startete der Kangoo nach 2,2 Millionen Einheiten in zweiter Generation, und Renault hatte seinen Humor nicht verloren, wie der schrille auf 3,87 Meter geschrumpfte, dreitürige Kangoo Be Bop mit Glasdach demonstrierte. Citroën und Peugeot lancierten 2008 und 2018 neue Generationen von Berlingo und Partner, feierten inzwischen kumuliert schon rund sechs Millionen der Hochdachkombis.
Schon frühzeitig auch mit elektrischem Antrieb
So wie einst frühe Öko-Aktivisten in der genügsamen 2 CV Kastenente oder der Citroën Acadiane Bio-Wein transportierten, konnten umweltbewusste Avantgardisten die gallischen Lastesel vom Typ Berlingo, Partner und Kangoo schon frühzeitig mit elektrischem Antrieb ordern.
Von Spezialisten gibts Anbauteile in Wellblechoptik für den Retrospirit
Heute teilen sich Citroën und Peugeot auch mit Fiat Doblò, Opel Combo und Toyota Proace City die Gene, der Renault Kangoo mit Nissan Townstar und Mercedes T-Klasse. Dennoch bleiben die Franzosen die Originale unter den Hochdachkombi-Vans. Nur die Faszination der Kasten-Ente erreicht der Citroën Berlingo nicht, dafür ist er zu solide; immerhin gibt es von Spezialisten wie Castellani Anbauteile in Wellblechoptik für den Retrospirit.
Infografik: Die Evolution der Hochdachkombis
Vor 30 Jahren revolutionierten Citroën, Peugeot und Renault mit dem Konzept des „Ludospace“ den Automobilmarkt. Vom praktischen Lastesel für Handwerker zum bunten Familienbegleiter für das „Savoir-vivre“: Unsere Infografik zeigt den Weg der Hochdachkombis von den Wurzeln der legendären Kastenente bis hin zur modernen Elektromobilität. Entdecken Sie die Meilensteine einer Erfolgsgeschichte, die bis heute über 8 Millionen Mal Geschichte schrieb.
Chronik Citroën Berlingo, Peugeot Partner und Renault Kangoo:
1950: Auf dem Pariser Salon feiert die Lieferwagen-Version (Fourgonnette bzw. Camionnette genannt) des Citroën 2 CV Weltpremiere. Dieser 2 CV ist der weltweit erste Kastenwagen seiner Klasse mit Frontantrieb und der Urahn des 1996 eingeführten Citroën Berlingo
1951: Im März Produktionsstart für Citroën 2 CV AU, 2 CV AK und 2 CV AZU als Kastenwagen mit Wellblechkoffer und luftgekühltem Zweizylinder-Boxer-Motor. Konkurrent zum größeren und kostspieligeren Panhard Kombi und zum Renault Juvaquatre
1959: Ab Sommer 1959 gibt es den Citroën 2 CV AZUL Camionette in der Version „Week-End“ als Freizeit- und Ferienauto mit 250 Kilogramm Nutzlast, später folgten Wohnmobilausstattungen
1961: Als Camionette mit 340 bis 510 Kilogramm Nutzlast wird der 2 CV beworben für den Einsatz als Transporter, Möbelwagen, Blumenhandel, Konditoreifahrzeug und Freizeitauto. Renault präsentiert die kleine fünftürige Frontantriebs-Kombilimousine Renault 4, die es bis 1992 auch als Fourgonnete („kleiner Lieferwagen“) bzw. als Renault 4 F4/4 F6 angeboten wird, dies mit bis zu 1,9 Kubikmeter Laderaum
1963: Der Citroën 2 CV AK 350 erhält den 0,6-Liter-Zweizylinder, der bereits im Ami 6 eingesetzt wird
1967: Als „2 CV AZU und AK Kleinlieferwagen“ mit hinteren Seitenfenstern
1977: Vorstellung des Kleintransporters Citroën Acadiane als Nachfolger des 2 CV Fourgonnette. Ein Jahr später deutscher Marktstart der Acadiane. Deren Name setzt sich zusammen aus „AK“ (Kürzel für Kleintransporter) und „Dyane“, denn das Modell liefert die Basis für die Nutzfahrzeugversion
1978: Im März Produktionsende für den 2 CV Kastenwagen nach 1.246.335 Einheiten. Marktstart des Kompakt-Pkw Citroën Visa, der sechs Jahre später die Basis liefert für den Citroën C15
1984: Im Oktober Vorstellung des Kleintransporters Citroën C15 (Visa als designierter Nachfolger der Acadiane. Der C15 basiert auf dem bis 1988 gebauten fünftürigen Kleinwagen Citroën Visa und adaptiert dessen Frontdesign und Fahrerkabine bis zur B-Säule
1985: Auf Basis des Renault 5 zweiter Generation debütiert im Juli der Kleintransporter Renault Rapid, der in Frankreich als Renault Express vermarktet wird und der das Duo aus Renault 4 F4 und Renault 4 F6 ersetzen soll. Gegenüber dem Renault 5 verfügen Rapid und Express über einen verlängerten Radstand und einen Kastenaufbau hinter der B-Säule
1987: Nach 253.393 Einheiten beendet Citroën im Juli die Produktion der Acadiane
1991: Vom Citroën C15 wird bis 1993 eine elektrifizierte Kleinserie gebaut
1996: Das Deutschlanddebüt des Berlingo erfolgt im September auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover, der deutsche Marktstart im November. Zuvor im Juli Weltpremiere des Citroën Berlingo als erster französischer Kastenwagen mit integriertem Laderaum (ohne Trennung zur Fahrgastzelle) und im September in der Variante Multispace als erster Hochdachkombi und Freizeitfahrzeug moderner Prägung. Zu Beginn sind ein 1,4-Liter-Motor mit 55 kW/75 PS und ein 1,1-Liter-Motor mit 44 kW/60 PS (nur Kastenwagen) lieferbar. Der Name Berlingo leitet sich vom französischen Wort Berlingot ab, einer kleinen Berline (Limousine). Schwestermodell wird der Peugeot Partner, der zeitgleich mit identischen Motoren eingeführt wird und wie der Berlingo anfangs keine seitlichen Schiebetüren hat. Der Berlingo ist designierter Nachfolger des C15, der allerdings vorläufig weiterproduziert wird. Auf dem Pariser Salon debütieren drei spektakuläre Concepts auf Basis des Berlingo, nämlich Berline Bulle, Grand Large und Coupé de Plage. Im November antwortet Renault auf Berlingo und Partner mit der Vorpremiere des Hochdachkombis Kangoo, dies zuerst als Nutzfahrzeugversion
1997: Ab Januar ist für Berlingo und Peugeot Partner ein 1,9-Liter-Diesel mit 51 kW/70 PS im Angebot. Mit dem Berlingo Multispace 1,9-Liter-Diesel wird im August und September das Langstreckenrennen Paris-Samarkand-Moskau ausgetragen, an dem 137 Teams teilnehmen. Citroën Berlingo Electrique geht in Serie, dies in einer Stückzahl von 1.749 Einheiten. Renault präsentiert den knapp vier Meter langen Kangoo in Nutzfahrzeug- und Pkw-Version als Nachfolger des Renault Express/Rapid und führt ihn im Oktober als Kombi und Kleintransporter in Deutschland ein. Mit dem Kangoo versucht Renault außerdem an den Kultstatus des Renault 4 anzuknüpfen, der als ideeller Urahn des Kangoo gefeiert wird. Wie einst der Renault 4 verfügt der Kangoo über eine heute seltene Drehstabfederung. Der Renault-Designer Patrick Lecharpy entwarf die markanten Formen des Kangoo
1998: Mit dem Sondermodell Berlingo Charleston mit elektrischem Faltschiebedach erinnert Citroën an eine Variante des 2 CV
1999: Neu bei Citroën Berlingo und Peugeot Partner ist ab April eine optionale Schiebetür auf der rechten Seite. Neuer 2,0-Liter-Diesel mit Common-Rail-Technik für Berlingo und Partner im Herbst
2000: Ab Mai gibt es Berlingo und Partner mit einer Schiebetür auch auf der linken Seite. Neu ist ab Herbst außerdem das Multifunktionsdach Modutop im Sondermodell Berlingo Spacelight. Bisher wurden 440.000 Berlingo gebaut, dies in Spanien, Polen, Portugal, Marokko und Argentinien
2002: Auf dem Pariser Salon debütiert ein gründlich überarbeiteter Berlingo mit neuem Frontdesign, frischem Cockpit und anderer Vorderachse ähnlich wie beim Xsara Picasso
2003: Auch der Peugeot Partner debütiert in Deutschland facegeliftet, außerdem in der höhergelegten Offroad-Variante Escapade mit Unterfahrschutz sowie Schutzgitter vor den Scheinwerfern, plus Sperrdifferenzial in der Version Grande Escapade. Im September rollt der millionste Berlingo vom Band, besonders beliebt ist die Pkw-Version. Im April debütiert die Faceliftversion Kangoo Phase II mit einer Frontpartie, die dem aktuellen Renault-Markenauftritt folgt. Neu ist u.a. auch ein Kangoo 4×4, zunächst als Benziner, ab 2005 auch als 1,9-Liter-Diesel. In Frankreich werden vollelektrische Serien des Kangoo verkauft. Die Lieferwagenversion des Kangoo wird von Nissan als Modell Nissan Kubistar eingeführt und bis Ende 2009 angeboten
2004: Debüt für den Berlingo XTR mit höher gelegter Karosserie und Differenzialsperre mit begrenztem Schlupf, der aber nur über private Importeure nach Deutschland kommt
2006: Nach 1.181.471 Einheiten und fast 22 Jahren endet die Fertigung des Citroën C15 im spanischen Vigo
2007: Nachdem der Renault Kangoo I mehr als 2,2 Millionen Mal verkauft wurde, präsentiert Renault auf der IAA im September die Neuauflage. Die Produktion des Renault Kangoo I wird aus Frankreich nach Marokko verlagert, außerdem wird der Kangoo in Brasilien gebaut
2008: Anfang des Jahres startet der Vertrieb des Kangoo II in Deutschland. Die zweite Generation des Peugeot Partner startet im Mai unter dem Namen Tepee auf den deutschen Markt; die erste Generation läuft bis Ende 2009 weiter unter dem Namen Partner Origin. Im Juni lanciert Citroën die baugleiche zweite Generation vom Berlingo. In der Länge wächst der Berlingo beim Generationenwechsel von 4,14 Meter auf 4,38 Meter. Neu sind beim Berlingo II u.a. eine aufklappbare Heckscheibe und ein zweiter Beifahrersitz für die erste Reihe. Die Motorenpalette des Berlingo II umfasst anfangs zwei 1,6-Liter-Benziner und zwei 1,6-Liter-Diesel. Die erste Berlingo-Generation läuft in Deutschland bis Ende 2009 weiter unter dem Namen Berlingo First, die Fertigung des ersten Berlingo erfolgt in Südamerika sogar noch bis 2023. Vom Peugeot Partner wurden bis 2008 europaweit 570.000 Einheiten verkauft
2009: Neben dem Renault Kangoo mit fünf Türen startet der dreitürige, nur 3,87 Meter lange Kangoo Be Bop mit Glasdach, vier Einzelsitzen und zweifarbiger Karosserie. Der Citroën Berlingo ist mit „Grip Control“ lieferbar, einer elektronischen Traktionshilfe
2012: Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover feiert ein neuer vollelektrischer Berlingo Premiere
2014: Der Peugeot Partner wird in einer neuen Elektroversion eingeführt
2015: Große Modellpflege für den Berlingo II und den Partner II, die Elektroversionen verfügen nun über 170 Kilometer Norm-Reichweite
2018: Auf dem Genfer Salon debütiert im März 2018 die dritte Generation des Berlingo, der im September auch in Deutschland in den Handel kommt. Baugleich mit dem Berlingo sind der Peugeot Rifter (Pkw-Version) und der Peugeot Partner (Nutzfahrzeug). Die Citroën- und Peugeot-Modelle liefern außerdem die Basis für den Opel Combo, den Fiat Doblò und den Toyota Proace City. Alle Baureihen sind alternativ vollelektrisch im Angebot, ab 2022 vorübergehend sogar primär vollelektrisch
2021: Dritte Generation des Renault Kangoo wird eingeführt, ab 2022 auch mit vollelektrischem Antrieb. Erst 2021 endet in Argentinien die Fertigung des ersten Peugeot Partner
2023: Facelift für den Peugeot Partner und den Citroën Berlingo; letzterer wird vom italienischen Karossier Caselani Automobili auf Wunsch mit Retrooptik modifiziert und erinnert dann durch Formen im Wellblechdesign an historische Citroën Fourgonnette
2026: In Deutschland wurden bisher fast 300.000 Citroën Berlingo in Pkw-Version verkauft. Citroën feiert 30 Jahre und über drei Millionen verkaufte Berlingo mit verschiedenen Veranstaltungen, u.a. mit einer Ausstellung auf der Oldtimermesse Retro Classics Essen
Häufig gestellte Fragen zu 30 Jahren Berlingo & Co.
Der Citroën Berlingo und sein Zwilling Peugeot Partner feierten ihre Weltpremiere im Juli 1996[cite: 979]. Renault folgte ein Jahr später, im Jahr 1997, mit dem Kangoo[cite: 989].
Der Begriff „Ludospace“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „Raum zum Spielen“. Er beschreibt kompakte Hochdachkombis, die als Vielzweckfahrzeuge für Familie, Freizeit und Beruf konzipiert sind[cite: 934, 939].
In vielen europäischen Ländern können Fahrzeuge nach 30 Jahren ein Oldtimer-Kennzeichen erhalten. Da die ersten Berlingo und Partner 1996 vom Band liefen, erfüllen sie 2026 diese Voraussetzung[cite: 928, 979].
Der Renault Kangoo führte 1997 als erster eine praktische Schiebetür auf der Beifahrerseite ein[cite: 943]. Citroën und Peugeot zogen erst 1999 mit Schiebetüren für den Berlingo und Partner nach[cite: 948, 994].