Winterausrüstung fürs Auto: Diese 5 Helfer retten Sie bei Eis und Schnee
Starthilfekabel
Nach einer bitterkalten Nacht kann es passieren, dass die Batterie morgens keinen Mucks mehr macht. Dann ist es praktisch, ein eigenes Starthilfekabel dabei zu haben, um rasch überbrücken zu können. Nötig ist nur noch ein hilfsbereiter Nachbar mit einem startbereiten Auto. Das geht meist schneller, als den Pannendienst zu rufen und auf ihn zu warten. Außerdem hilft das Kabel nicht nur einem selbst: Im Notfall kann man damit auch Nachbarn oder Kollegen aushelfen. Wer beim Anklemmen unsicher ist, legt am besten eine kurze, ausgedruckte Anleitung ins Handschuhfach.
Eiskratzer
Ein stabiler Eiskratzer zählt im Winter zur Grundausstattung. Am effektivsten sind oft einfache Kunststoffmodelle ohne Extras wie Heizung oder Motor. Gegen klamme Finger hilft ein Kratzer, bei dem ein Handschuh integriert ist. Sinnvoll ist es, gleich mehrere Exemplare an Bord zu haben – dann können Mitfahrer beim Freikratzen mit anpacken. Wichtig bleibt: Alle Scheiben müssen frei sein. Wer nur einen kleinen Schlitz kratzt, riskiert bei einer Polizeikontrolle ein Bußgeld. In Regionen mit viel Schnee lohnt es sich, zusätzlich einen kleinen Besen griffbereit zu haben, um das Dach vom Weiß zu befreien.
Wischwasser
Schneematsch, Salzsprühnebel und Frost können die Sicht so stark verschlechtern, dass das Fahren zum Blindflug wird. Entsprechend steigt der Wischwasserverbrauch an manchen Tagen rasant. Ist der Behälter unterwegs leer, wird es gefährlich. Deshalb gehört für den Fall der Fälle ein Kanister mit fertig gemischter Wintermischung in den Kofferraum. Die Sommermischung sollte höchstens im Notfall und nur kurz verwendet werden, weil sie gefrieren kann. Gleiches gilt fürs Nachfüllen mit purem Leitungswasser.
Traktionshilfe
Schneeketten müssen es nicht gleich sein. Wer jedoch auf Eis oder festgefahrenem Schnee anfahren will, ist über einen Beutel Sand oder Katzenstreu im Kofferraum froh. Rund um die Antriebsräder verteilt, verbessert das die Traktion deutlich und erleichtert das Loskommen. Weniger geeignet sind Stöckchen oder die Gummimatten aus dem Fußraum: Diese können sich im schlechtesten Fall in den Radhäusern festsetzen, die Stöckchen werden womöglich weggeschleudert. Unabhängig vom Hilfsmittel gilt: Auf glatter Fläche sanft anfahren, idealerweise im zweiten Gang und mit parallel zur Fahrzeug-Längsachse stehenden Rädern.
Taschenlampe
Die beste Winterausrüstung nutzt wenig, wenn man sie im Dunkeln nicht einsetzen kann. Darum sollte eine Taschenlampe im Auto nicht fehlen – und das nicht nur während der dunklen Jahreszeit. Sie kostet wenig und passt problemlos ins Handschuhfach. Am sinnvollsten ist ein Modell, das sich über 12 Volt oder per USB im Auto laden lässt. Denn sind die Batterien leer, bringt auch die hellste Lampe nichts.
FAQ: Winter-Ausrüstung für Autofahrer
Was tun, wenn die Reifen auf Eis durchdrehen?
Verteilen Sie Sand oder Katzenstreu rund um die Antriebsräder. Fahren Sie sanft im zweiten Gang an und halten Sie die Räder dabei möglichst gerade.
Darf man nur einen Sehschlitz in die Windschutzscheibe kratzen?
Nein. Alle Scheiben müssen vollständig von Eis und Schnee befreit sein. Wer nur einen kleinen Schlitz freimacht, riskiert bei einer Polizeikontrolle ein Bußgeld wegen mangelnder Sicht.
Kann man im Winter normales Leitungswasser für die Scheiben nutzen?
Davon ist dringend abzuraten, da Leitungswasser einfrieren kann. Verwenden Sie stets eine fertige Wintermischung mit Frostschutz, um Schäden an der Wischanlage zu vermeiden.