Czinger 21C Spyder: 1’267 PS starkes 3D-Druck-Hypercar mit Jet-Sitzanordnung und V8-Hybrid

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Der Czinger 21C Spyder ist die offene Variante des US-amerikanischen Hypercars, die modernste additive Fertigung (3D-Druck) mit extremer Hybrid-Performance verbindet. Ein bis zu 11’000 U/min drehender 2,88-Liter-Biturbo-V8 bildet gemeinsam mit drei Elektromotoren eine Systemleistung von 932 kW (1’267 PS) und 938 Nm Drehmoment. Der Allradler beschleunigt in atemberaubenden 1,92 Sekunden auf Tempo 100 und erzeugt bei 241 km/h einen Rekordabtrieb von 1’482 kg. Eine Besonderheit ist die Tandem-Sitzanordnung im Jet-Stil , das innovative «BrakeNode»-3D-Druck-Bremssystem sowie ein zehn Kilogramm leichtes abnehmbares Carbon-Hardtop. Die Kleinserie ist auf 30 Exemplare limitiert und kostet ca. 2,35 Millionen Euro.

SP-X/Los Angeles. Der US-Sportwagenhersteller Czinger baut sein Hypercar 21C nun auch in einer offenen Variante. Der neue 21C Spyder kombiniert ein abnehmbares Carbon-Hardtop mit 932 kW/1.267 PS Systemleistung. Das Ganze garniert mit einer ungewöhnlichen Sitzanordnung: Fahrer und Beifahrer sitzen nicht nebeneinander, sondern wie in einem Jet hintereinander. Entstehen sollen lediglich 30 Exemplare zum Stückpreis von umgerechnet rund 2,35 Millionen Euro.

Heckansicht des Czinger 21C Spyder auf der Passstrasse mit sichtbarem Carbon-Heckflügel und breitem Diffusor.
Auch bei offenem Dach soll der 21C Spyder einen enormen Abtrieb erzeugen. Foto: Czinger

Systemleistung 932 kW/1.267 PS

Beim Spyder setzt Czinger auf das vom Coupé bekannte Antriebssystem aus V8 und drei E-Motoren. Herzstück ist ein nur 105 Kilogramm leichter und bis 11.000 Touren hochdrehender 2,88-Liter-V8 mit zwei Turboladern, der seine Kraft über ein automatisiertes sequenzielles Siebenganggetriebe allein an die Hinterachse leitet. Zwei Elektromotoren an der Vorderachse sowie ein mit der Kurbelwelle gekoppelter Motorgenerator steuern weitere 373 kW/507 PS bei. Als Systemleistung nennt der Hersteller 932 kW/1.267 PS und 938 Nm Drehmoment.

Seitenprofil des flachen Czinger 21C Spyder Hypercars auf einer Landstrasse vor einer Hügellandschaft.
Der 21C Spyder ist rund 4,70 Meter lang und 1,15 Meter flach. Foto: Czinger

In 1,92 Sekunden Tempo 100

Dank des potenten Allradantriebssystems soll der trocken 1.620 Kilogramm schwere Zweisitzer in 1,92 Sekunden Tempo 100 erreichen. Für die Viertelmeile nennt Czinger 8,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei geschlossenem Dach bei 330 km/h. Besonderen Wert hat Czinger auf die Aerodynamik gelegt. Selbst offen soll der Spyder enormen Abtrieb erzeugen: Bei 241 km/h gibt der Hersteller 1.482 Kilogramm an und reklamiert damit einen Bestwert für straßenzugelassene offene Autos. Mit montiertem Dach steigt der Wert auf 1.500 Kilogramm.

Blick von oben in das Cockpit des Czinger 21C Spyder mit Tandem-Sitzen und 3D-gedrucktem Armaturenträger.
Der Armaturenträger im Cockpit stammt aus dem 3D-Drucker. Foto: Czinger

„BrakeNode“ Bremssystem

Eine technische Premiere ist das „BrakeNode“ genannte Bremssystem. Dabei bilden Bremssattel, Radträger und Leitungen für die Hydraulikflüssigkeit ein einziges, additiv gefertigtes Aluminiumbauteil. Czinger zählt zu den wenigen Autoherstellern, die additive Fertigung konsequent für tragende Strukturen und komplexe Funktionsbauteile einsetzen. Die neue Konstruktion soll ungefederte Massen und Teilezahl reduzieren, zugleich die Steifigkeit um bis zu 30 Prozent erhöhen und den Bremsweg um bis zu 15 Prozent verkürzen. Verzögert wird mit Carbon-Keramik-Scheiben im Format 41 Zentimeter vorne und 39 Zentimeter hinten.

Heckdreiviertelansicht des Czinger 21C Spyder im Studio neben dem abgenommenen Carbon-Hardtop auf einem Spezialständer.
Auch einen Ständer für das abnehmbare Dach hat Czinger im additiven Verfahren erschaffen. Foto: Czinger

Cockpit

Neu gestaltet wurde auch das Cockpit. Ein skelettartig geformter Zentralträger, der ebenfalls aus dem 3D-Drucker kommt, nimmt Instrumente, Bedienelemente und Luftkanäle auf.

Individualisiert in der „Area 21“ in Los Angeles

Neben dem zehn Kilogramm leichten Hardtop liefert Czinger ein im Fahrzeug verstaubares Notverdeck mit. Jeder 21C Spyder wird im Werk „Area 21“ in Los Angeles von Hand montiert und nach Kundenwunsch individualisiert.

Häufig gestellte Fragen zum Czinger 21C Spyder

Was zeichnet die Sitzanordnung und das Dachkonzept des Czinger 21C Spyder aus?
Fahrer und Beifahrer sitzen nicht nebeneinander, sondern wie in einem Kampfjet hintereinander (Tandem-Sitzposition). Das Fahrzeug besitzt ein zehn Kilogramm leichtes, abnehmbares Carbon-Hardtop sowie ein im Fahrzeug verstaubares Notverdeck.
Welche Fahrleistungen und Leistungsdaten bietet der 21C Spyder?
Dank einer Systemleistung von 1’267 PS (932 kW) aus einem 2,88-Liter-Biturbo-V8 und drei E-Motoren sprintet der Allrad-Spyder in nur 1,92 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt geschlossen bei 330 km/h, während die Viertelmeile in 8,7 Sekunden absolviert wird.
Was ist das innovative „BrakeNode“-System?
Beim additiv gefertigten BrakeNode bilden Bremssattel, Radträger und Hydraulikleitungen ein einziges 3D-Druck-Aluminiumbauteil. Dies senkt die ungefederten Massen, steigert die Bauteilsteifigkeit um bis zu 30 Prozent und verkürzt den Bremsweg um bis zu 15 Prozent.
Wie teuer ist der Czinger 21C Spyder und wie viele Exemplare werden gebaut?
Die Produktion des Czinger 21C Spyder ist weltweit streng auf 30 Exemplare limitiert. Der Stückpreis liegt bei umgerechnet rund 2,35 Millionen Euro.
 

 

 

 

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.