Livewire One Preisrutsch: Das 100-PS-Elektromotorrad wird zum Preis-Leistungs-Kracher
Der Elektro-Motorradhersteller Livewire hat den Preis für sein Topmodell One massiv gesenkt: Das 75 kW (100 PS) starke Naked Bike ist ab sofort für rund 14.800 Euro (Schweiz ab CHF 12’090.-) im Konfigurator erhältlich. Damit hat sich der Anschaffungspreis seit der Markteinführung im Jahr 2021 (damals ca. 33.000 Euro) mehr als halbiert. Mit einer 15,4 kWh Batterie und einer Reichweite von bis zu 235 Kilometern positioniert sich die Livewire One nun preislich sogar unterhalb schwächerer Konkurrenzmodelle wie der Honda WN7.
SP-X/Köln. Elektro-Motorradhersteller Livewire hat den Preis für sein Topmodell One erneut deutlich gesenkt. Das 75 kW/100 PS starke Naked Bike mit 15,4 kWh großer Batterie und bis zu 235 Kilometern Reichweite steht nun für rund 14.800 Euro (Schweiz ab CHF 12’090.-) im Konfigurator.
Damit hat sich der Preis gegenüber der Markteinführung mehr als halbiert. 2021 war der Einspurstromer in Deutschland noch für rund 33.000 Euro gestartet, 2023 folgte eine erste Reduzierung auf etwa 25.000 Euro.
Preis-Leistungs-Vergleich: Livewire One – Honda WN7
| Modell | Leistung | Batterie / Reichweite | Preis 2026 |
|---|---|---|---|
| Livewire One | 75 kW (100 PS) | 15,4 kWh / 235 km | ~ 14.800 EUR |
| Honda WN7 | 50 kW (68 PS) | 9,3 kWh / 140 km | ~ 15.400 EUR |
Die jüngste Preisanpassung dürfte auch im Zusammenhang mit neuer Konkurrenz stehen. So bietet Honda mit der WN7 ein elektrisches Motorrad für rund 15.400 Euro an. Dessen Antrieb leistet 50 kW/68 PS, die Batterie mit 9,3 kWh ermöglicht rund 140 Kilometer Reichweite. Die Livewire One positioniert sich damit aktuell als leistungsstärkeres Angebot zum günstigeren Preis.
Livewire One – Preissturz oder Befreiungsschlag?
Wer hätte das 2021 gedacht? Damals startete die Livewire One (noch unter Harley-Davidson Flagge) für stolze 33.000 Euro. Heute, nur fünf Jahre später, hat sich dieser Preis mit rund 14.800 Euro (Schweiz ab CHF 12’090.-) mehr als halbiert. Ist das ein Zeichen für eine platzende E-Motorrad-Blase oder der langersehnte Realitätscheck?
Die Analyse: Warum jetzt der ideale Zeitpunkt sein könnte
Der Markt für Elektro-Motorräder steckte lange in der „Premium-Falle“: Zu teuer für Einsteiger, zu wenig Reichweite für Tourenfahrer. Doch die jüngste Preiskorrektur zeigt zwei Dinge:
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Skaleneffekte greifen: Livewire hat die Produktionskosten offenbar in den Griff bekommen. Was früher ein exklusives Spielzeug für Early Adopter war, rückt nun in preisliche Regionen einer gut ausgestatteten Kawasaki Z900 oder BMW F 900 R.
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Der Konkurrenzdruck wächst: Dass Honda mit der WN7 ein schwächeres Modell für mehr Geld anbietet, spielt Livewire in die Karten. Der Preissturz ist ein aggressiver Angriff auf die etablierten Hersteller, die ihre E-Strategie oft noch zögerlich fahren.
Fazit: Der Wertverlust für Erstkäufer ist schmerzhaft, doch für alle anderen ist jetzt der „Sweet Spot“ erreicht. 100 PS und eine 15-kWh-Batterie für unter 15.000 Euro waren vor kurzem noch utopisch. Wer den Umstieg auf Elektro wagen will, findet derzeit kaum ein Angebot mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Blase platzt nicht – sie wird endlich massentauglich.
FAQ: Preis & Technik der Livewire One
Wie viel kostet die Livewire One im Jahr 2026?
Nach mehreren Preissenkungen liegt der aktuelle Preis für die Livewire One bei rund 14.800 Euro (Stand März 2026).
Welche Reichweite bietet das E-Motorrad?
Die Livewire One ist mit einem 15,4 kWh Akku ausgestattet, der eine Reichweite von bis zu 235 Kilometern (Stadtverkehr) ermöglicht.
Wie schlägt sich die Livewire One gegen die Honda WN7?
Die Livewire One bietet mit 100 PS deutlich mehr Leistung als die Honda WN7 (68 PS) und ist trotz des grösseren Akkus aktuell zu einem günstigeren Einstiegspreis erhältlich.