Toyota Hilux 2026: Pickup-Ikone startet erstmals vollelektrisch in Europa
Jetzt allerdings prescht Toyota vor. Auf der Automesse in Brüssel feiert der neue Hilux seine Europapremiere. Es ist die mittlerweile 9. Generation des beliebten (mehr als 27 Millionen Mal verkauft) wie robusten Pickups. Und sie wird es bei Markteinführung im Frühjahr erstmals auch mit vollelektrischem Antrieb geben.
Elektrische Pickups zählen in Europa noch zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen
Elektrische Pickups zählen in Deutschland und im europäischen Ausland noch zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen. Und wenn einem einer dieser Stromlaster einmal begegnet, handelt es sich meist um privat importierte US-Modelle, wie beispielsweise der Ford F-150 Lightning oder der Chevrolet Silverado EV. In Amerika bietet General Motors zudem den Pickup GMC Sierra EV sowie den Hummer EV als Stromer an, Rivian fährt mit dem R1T vor. Prominentester EV-Pickup dürfte aber zweifellos der Cybertruck von Tesla sein. Dieser radikal gestylte Edelstahl-Truck erhält hierzulande jedoch aufgrund strenger Crash-Vorschriften keine Typenzulassung.
Probleme, die Toyota natürlich nicht kennt. Zudem fährt der elektrische Hilux mit 5,32 Metern in einer kleineren Pickup-Klasse, die besser zu den europäischen Verkehrsverhältnissen passt. Ausgerüstet ist die Stromer-Variante mit zwei E-Motoren, die zusammen 144 kW/196 PS leisten. Wie bei den Verbrennern steckt auch unter der Doppelkabine der Elektroversion ein robuster Leiterrahmen – eine andere Karosserie bietet Toyota hier nicht mehr an. Er nimmt eine 59,2 kWh große Batterie auf, die dem Hilux-Fahrer eine Reichweite von maximal 240 Kilometer ermöglicht. Bezogen auf die typische Nutzung des Pickups (Baugewerbe, Land- Garten- und Forstwirtschaft) sollte dieser Aktionsradius mehr als ausreichend sein.
Die schweren Batterie bringen Package-Nachteile
Der schweren Batterie ist lediglich geschuldet, dass beim elektrischen Hilux Package-Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Auf die Pritsche dürfen statt 1.000 nur 715 Kilogramm gepackt werden, ein Hänger darf anstelle 3,5 Tonnen maximal 1,6 Tonnen wiegen. Dafür bleibt die sogenannte Wattiefe (Wasserdurchfahrtshöhe) für alle Varianten gleich.
Mit der Markteinführung des neuen Hilux hält Toyota weiterhin an seiner sogenannten Multipath-Philosophie fest, heißt, der Kunde hat mehrere Möglichkeiten, welche Art von Antrieb er wählen möchte. Beim Hilux stehen ihm sogar die meisten Optionen offen, verglichen mit allen anderen Modellen im Portfolio. Volumenmodell für Westeuropa ist klar der Hybrid-Diesel, dessen 2,8-Liter-Motor bereits 2025 im Vorgänger eingeführt wurde und im neuen Hilux ab dem Herbst 2026 zur Verfügung stehen soll. Die osteuropäischen Märkte bevorzugen dagegen die Version mit 2,7-Liter-Benziner. Allen Antriebsvarianten gemein ist der Allradantrieb und die erstmals elektrische Lenkung. Sie ermöglicht deutliche Fortschritte im Hinblick auf elektronische Assistenzsysteme.
Ab 2028 mit Brennstoffzelle
Mut verlangt allerdings eine weitere Antriebsoption für den Hilux, die Toyota zirka 2028 auf den Markt bringen will: die Brennstoffzelle. Zwar hat kein Hersteller eine längere Erfahrung (Limousine Mirai) mit der sauberen Wasserstofftechnik, doch was die Infrastruktur betrifft, sieht es nicht so fortschrittlich aus. Statt zu wachsen, schrumpft das Tankstellennetz.
Häufig gestellte Fragen zum neuen Toyota Hilux
Wann kommt der elektrische Toyota Hilux auf den Markt?
Die Markteinführung der vollelektrischen Version der 9. Generation des Toyota Hilux ist für das Frühjahr 2026 in Europa geplant.
Wie hoch sind Nutzlast und Anhängelast beim Hilux Elektro?
Bedingt durch das Batteriegewicht liegt die Nutzlast bei 715 kg (statt 1.000 kg beim Verbrenner) und die maximale Anhängelast bei 1,6 Tonnen (statt 3,5 Tonnen).
Welche Reichweite hat der Toyota Hilux als Stromer?
Mit seinem 59,2 kWh Akku erreicht der elektrische Hilux eine Reichweite von maximal 240 Kilometern, was primär auf die gewerbliche Nutzung in Bau und Landwirtschaft ausgelegt ist.
Wird es den Hilux auch mit Wasserstoff geben?
Ja, Toyota plant für circa 2028 eine Variante mit Brennstoffzelle, die auf der langjährigen Erfahrung des Herstellers mit der Wasserstofftechnik basiert.