Rückblick: Opel Elektro-Modelle seit 1968
Lesezeit 12 Min. Opel auf Platz eins platzieren und VW überholen, das war Rüsselsheim unter GM-Führung wichtig, und das ist heute bei Stellantis angesagt. So stromert der Astra Electric flotter als ein VW ID.3, und schon 2028 soll jeder Opel elektrisch fahren.
SP-X/Köln. Manchmal sind es kleine Dinge, die großen Symbolwert haben. Etwa jene „170 km/h Höchstgeschwindigkeit für elektrisierendes Fahrvergnügen“, die Opel bei der Präsentation des neuen Astra Electric propagierte, schließlich sei der Wolfsburger Konkurrent (VW ID.3) zehn Kilometer langsamer. Überholen will Opel Volkswagen aber vor allem mit höherem Tempo bei der Elektrifizierung des Modellprogramms und zwar als erste deutsche Marke, die ab 2028 ausschließlich Stromer verkauft.

Der amerikanische „Clean Air Act“
Dem Zeitgeist mit Kultmodellen elektrisch vorausfahren, diese Mission verfolgt die Marke mit dem Blitz dann bereits seit genau 60 Jahren, denn es war der amerikanische „Clean Air Act“, der 1968 den ersten batterieelektrischen Opel hervorbrachte. Gegen die dicke Luft in Kaliforniens Metropolen sollten strenge Abgasvorschriften helfen. Prompt wies der US-Konzern General Motors seine damalige deutsche Tochter Opel an, den auch über amerikanische Buick-Händler vertriebenen und in Bochum gebauten Kadett (B) unter Strom zu stellen.

Kadett Stir-Lec I
Gesagt, getan: Opel spendierte seinem kompakten Bestseller einen lokal emissionsfreien Antrieb, der aber trotz aller Genialität im Alltag scheiterte. Der Kadett Stir-Lec I blieb ein kostspieliger Technologieträger mit 14 schweren Bleibatterien und einem unkonventionellem Stirling-Heißgasmotor im Heck, der einen Generator antrieb, um die Akkus zu laden. Immerhin: Das Range-Extender-Prinzip im Kadett Stir-Lec I inspirierte das Layout weiterer Opel Modelle bis zum 2011 lancierten Opel Ampera.

Opel entthronte VW 1972 als Verkaufschampion
Und der Kadett (B) zeigte, wozu er ohne Stirling-Heißgasmotor in der Lage war: Opel an die Spitze zu katapultieren. So entthronte Opel VW 1972 noch einmal als deutschen Verkaufschampion und reüssierte mit einem Marktanteil von 20,4 Prozent. Dass VW inzwischen ebenfalls elektrische Impulse setzte und einen mit Batterien ausgerüsteten Bulli T2 als erstes Beispiel einer neuen Versuchsabteilung zeigte, nahmen nur Fachleute zur Kenntnis.

Opel „Elektro GT“
Schlagzeilen generierten dagegen aufregende Rekordfahrzeuge wie der vom Opel GT („Nur Fliegen ist schöner“) abgeleitete Opel „Elektro GT“ mit Flugzeugbatterien und zwei 118 kW/160 PS starken Elektromotoren. Georg von Opel, Enkel des Firmengründers Adam Opel, wollte mit diesem elektrischen GT im Jahr 1971 jene Chronik an Vmax-Weltrekorden um neue Einträge ergänzen, die sein Vorfahre Fritz von Opel 1928 auf dem raketengetriebenen Racer Opel RAK 2 begründet hatte. Und wirklich: Der 189 km/h schnelle Elektro GT setzte sechs neue Bestmarken, ein siebter Weltrekord scheitert lediglich an der geringen Kapazität der Nickel-Cadmium-Batterien.

Adrenalinhaltiges Postercar
Mit dem „Elektro GT“ hatte Opel endlich ein adrenalinhaltiges Postercar, das die Jugendzimmer der frühen 1970er schmückte und einen Hauch rasanten Futurismus à la Mercedes C 111 oder BMW Turbo vermittelte. Auf den Autobahnen wilderte derweil der 200 km/h schnelle Commodore GS/E im Revier etablierter Powercars mit Niere oder Stern, ein preiswerter Provokateur mit Rallyestreifen und Platz für die Familie.

GSe: Submarke im RestoMod-Dress
Mitte der 1980er trug das elegante Oberklasse-Coupé Monza die schnellen GSE-Sportabzeichen zum Nadelstreifenanzug. Dann war der GSE-Code vergessen – bis Opel 2021 mit einem elektrischen Manta-Prototyp im RestoMod-Dress die Submarke GSe kreierte: GSe gleich rasanter elektrischer Spaßmacher, heißt es heute.

Opel Manta GSe
Während die aktuellen Opel-Typen Grandland GSe und Astra GSe noch auf Plug-in-Hybrid-Power setzen, soll der für 2024/25 angekündigte neue Manta das GSe-Signet vollelektrisch aufladen und damit das Kultduell Manta vs. Capri (die Coupé-Version des Ford Explorer) der 1970er und 1980er revitalisieren, diesmal aber fast emissionsfrei.

1980er Jahre: Debatte um das Waldsterben
Tatsächlich bestimmte das Thema Emissionen bereits die Entwicklungen der 1980er, wie die Debatte um das Waldsterben und die Einführung des geregelten Abgaskatalysators zeigten. VW erprobte zudem in Feldversuchen den Golf Citystromer, aber Opel konzentrierte sich auf seine Vorreiterrolle bei der Kommerzialisierung des Katalysators.

Opel Kadett E
Obwohl der Blitz wie wohl kein anderes Zeichen für Elektrizität steht, überraschte Opel erst ab 1990 mit einer ganzen Serie neuer Impulsgeber. Der stromlinienförmig gezeichnete Kadett E mutierte mit Nickel-Cadmium-Batterien und einem winzigen, 16 kW/22 PS leistenden Gleichstrom-Nebenschlussmotor zum Forschungsfahrzeug Opel Impuls I, das immerhin 80 Kilometer Reichweite bot.
Opel Impuls II und III
Beim Impuls II auf Astra-Caravan-Basis hielten 32 Bleisäure-Batterien und zwei Elektromotoren dann schon mehr Temperament für größere Touren bereit. Mehr realisierte allerdings erst der Impuls III (Basisfahrzeug Opel Astra), der von 1993 bis 1997 im Flottenversuch auf der Insel Rügen und im Großraum Aachen/Maastricht/Lüttich eingesetzt wurde. Als Urahn des heutigen vollelektrischen, 100 kW/136 PS starken Hochdachkombis Combo präsentierte Opel zudem 1995 den Combo Plus, dem damals noch ein 45 kW/61 PS Drehstrom-Asynchronmotor reichen musste.
Cityflitzer Opel Twin
Und dann gab es noch ein raffiniertes Showcar: Der Cityflitzer Opel Twin kombinierte charmantes Design im kurzen Format mit zwei Antriebsarten. In der Stadt sorgten Radnabenmotoren für Vortrieb, auf längeren Touren ein Dreizylinder-Benziner. Die Idee der Reichweitenverlängerung via Verbrenner führte Opel dann 2011 in der elektrisch angetriebenen Fastback-Limousine Ampera in die Großserie. Zwischenschritte auf dem Weg dorthin waren die spektakulär gezeichneten Flextreme-Concepts aus den Jahren 2007 und 2010 (Flextreme GT/E): schnelle Gran Turismo für große Reisen mit kräftigen Elektromotoren und Batterien, die via Verbrenner und Generator geladen wurden.
Opel Ampera
Heute fast vergessen: Mit dem Ampera, übrigens ein Parallelmodell zum Chevrolet Volt, präsentierte Opel als erste europäische Marke eine Familienlimousine mit elektrischem Antrieb, dies nur ein Jahr nach dem japanischen Kei-Car Mitsubishi i-MiEV und dem kompakten Nippon-Typ Nissan Leaf. Bis zu 80 Kilometer weit rollte der Ampera mit seiner 16 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, ehe ein 63 kW/86 PS-Benziner und ein Generator zur Stromversorgung des E-Motors aktiviert wurden.
Opel Ampera-e
Trotzdem: Zum ganz großen Absatzerfolg reichte es nicht, da teilte der Ampera das Schicksal anderer E-Pioniere. 2016 schien Opel dann ein besonderer Coup zu gelingen: Der neue Ampera-e teilte sich die Gene mit dem Chevrolet Bolt, verzichtete auf einen Verbrenner und punktete im Segment als Reichweitenkönig mit 432 Kilometern. Aber auch dieser Stromer blieb rar, denn GM verkaufte seine deutsche Tochtermarke 2017 an den französischen PSA-Konzern.
Von Opel Rocks Electric bis zum Vivaro-e Hydrogen, der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Transporter
PSA und seit 2021 Stellantis wollen Opel neu aufladen, und die Rüsselsheimer liefern blitzschnell. Der Corsa-e debütierte 2020 und schaffte es auf Platz eins im Ranking der meistverkauften elektrischen Kleinwagen. Heute bietet das hessische E-Portfolio bereits 15 Modelle vom Leichtfahrzeug Rocks Electric bis zum Vivaro-e Hydrogen als Wasserstoff-Brennstoffzellen-Transporter. Wasserstoff? Auch diese Technik brachte Opel schon vor 23 Jahren in Fahrt, aber das ist eine andere Geschichte.
Chronik Opel Elektro-Modelle:
1967: Abgasgrenzwerte und Sommersmog werden Themen für Gesetzgeber in Nordamerika und Westeuropa. In Kalifornien wird das California Air Resources Board gegründet, um Gesetzesvorschläge für Abgasgrenzwerte zu definieren. Der schon 1963 angeregte Clean Air Act tritt in Kraft
1968: Opel entwickelt auf Basis des drei Jahre zuvor lancierten Kadett (B) den Typ Kadett Stir-Lec mit Stirling-Heißgasmotor im Heck des Kompaktklassemodells. Der Heißgasmotor treibt einen Generator an, der die 14 Bleibatterien speist. Der Sportwagen Opel GT wird vorgestellt und beschleunigt ebenso wie die 1970 folgenden Modelle Manta und Commodore GS/E den Imagewandel von Opel hin zu einer Marke mit dynamischem Image
1971: Während der elektrisch angetriebene Luna Rover auf dem Mond Erkundungsfahrten durchführt, präsentiert Opel den Elektro GT, einen Opel GT mit zwei Gleichstrommotoren, die bis zu 118 kW/160 PS Leistung abgeben und von vier Nickel-Cadmium-Batteriesätzen gespeist werden. Mit diesem Elektro GT erzielt Georg von Opel am 17. Mai vier Weltrekorde für E-Autos (1 Kilometer in 19,061 Sekunden mit 188,86 km/h Vmax, 1 Kilometer mit stehendem Start in 31,066 Sekunden mit 115,88 km/h, 0,5 Kilometer mit stehendem Start in 19,358 Sekunden mit 92,98 km/h, 0,25 Meile mit stehendem Start in 16,869 Sekunden bei 85,87 km/h), gefolgt von zwei weiteren Weltrekorden am 18. Mai ( 10 Kilometer in 4 Minuten 43,69 Sekunden bei 126,89 km/h und 10 Meilen in 7 Minuten 35,63 Sekunden bei 127,15 km/h)
1972: Opel überholt Volkswagen und ist noch einmal größter deutscher Automobilhersteller mit einem Marktanteil von 20,4 Prozent. Volkswagen präsentiert einen T2 Elektro-Transporter als erstes Forschungsfahrzeug der zwei Jahre zuvor gegründeten Abteilung „Zukunftsforschung“
1981: VW lanciert eine Testflotte des elektrischen Golf Citystromer, auch von den nächsten Generationen des Golf werden Citystromer-Versionen aufgelegt, die in den Praxistest gehen
1990: Der Opel Impuls I basiert auf dem Kadett E und wird von einem 16 kW starken Gleichstrom-Nebenschlussmotor angetrieben. Die Batterien verfügen über Nickel-Kadmium-Zellen. Beim Opel Impuls II auf Astra Caravan-Basis versorgen 32 Blei-Säure-Batterien zwei Drehstrom-Asynchron-Motoren (zusammen 45 kW/61 PS) mit Energie
1992: Opel präsentiert die Zukunftsstudie Twin mit zwei Radnabenmotoren für lokal emissionsfreien innerstädtischen Verkehr, für den Überlandverkehr steht ein 0,8-Liter-Dreizylinder-Benziner bereit
1993: Mit dem Impuls III (auf Astra-Basis) führt Opel bis 1997 Elektroauto-Großversuche durch, dies u.a. auf der Insel Rügen und im Großraum Aachen/Maastricht/Lüttich
1995: Neu ist der Hochdachkombi Opel Combo Plus mit Natrium/Nickelchlorid-Hochenergie-Batterien und 45-kW-Motor
1996: Der Opel-Mutterkonzern General Motors baut den futuristischen und vollelektrischen EV1 in einer Auflage von 1.117 Einheiten, ab 2003 stampfen die Amerikaner fast alle EV1 wieder ein. Ebenfalls in den 1990er Jahren vorgestellt werden die elektrischen Modelle Peugeot 106 und Citroen Saxo, Citroen Berlingo und Peugeot Partner, Honda EV und Toyota RAV4 EV
2000: Der Opel Zafira mutiert mit Brennstoffzelle zum elektrisch angetriebenen Opel HydroGen 1mit 55 kW/75 PS starkem Drehstrom-Motor
2001: Eine Flotte von 20 HydroGen 3 Modellen mit 60 kW/82 PS Leistung und 160 km/h Vmax kommt bei Testkunden zum Einsatz
2004: Zwei HydroGen 3 absolvieren beim europäischen Fuel-Cell-Marathon fast 10.000 Kilometer zwischen Hammerfest/Norwegen und Lissabon/Portugal
2005: Rennfahrer Heinz-Harald Frenzen gewinnt auf Opel HydroGen die RALLYE Monte Carlo für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb
2007: Das Brennstoffzellenfahrzeug Opel HydroGen 4 (Leistung 73 kW/00 PS, kurzzeitig 94 kW/128 PS) basiert auf dem amerikanischen Chevrolet Equinox Fuel Cell und feiert auf der IAA in Frankfurt im September Weltpremiere. Ebenfalls auf der IAA debütiert das elektrifizierte Opel Flextreme Concept mit sogenanntem Voltec-Antriebssystem, ein Vorläufer des Ampera von 2011
2008: Auslieferungsbeginn des Opel HydroGen 4, der beim Projekt Clean Energy Partnership (CEP) eingesetzt wird, zunächst in Berlin, dann in Hamburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie bis 2012 in weiteren Einheiten beim ADAC, der hessischen Staatskanzlei, bei der Allianz Gruppe, Coca Cola und weiteren Unternehmen getestet wird. Der Tesla Roadster (die technische Basis liefert der Lotus Elise) mit 6.831 Zellen aus Laptop-Batterien zündet einen neuen Elektro-Hype. Der 215 kW starke Stromer wird in über 2.300 Einheiten verkauft
2010: Auf dem Genfer Automobilsalon debütiert das elektrische, 200 km/h schnelle Opel Flextreme Opel GT/E Concept mit cw-Wert 0,22. Der Antrieb erfolgt durch einen Elektromotor, der von Lithium-Ionen-Batterien versorgt wird. Die elektrische Reichweite beträgt 60 Kilometer, ein 1,4-Liter-Benziner lädt die Batterien über einen Generator auf, so ermöglicht der Voltec-Antrieb 500 Kilometer Gesamtreichweite. Opel beteiligt sich mit dem E-Meriva am Projekt MeRegioMobil, bei dem ermittelt werden soll, wie E-Fahrzeuge in intelligente Stromnetze (sogenannte Smart Grids) integriert werden können. Der Mitsubishi i-MiEV basiert auf dem Kei-Car Mitsubishi i und geht als erster Stromer in Massenproduktion und wird auch in Deutschland eingeführt, dies zu Preisen ab 34.390 Euro
2011: Der Opel Ampera und das Parallelmodell Chevrolet Volt gehen in Serie und dies als Reichweiten-Könige dank eines Range-Extenders. Bis zu 80 Kilometer fährt das Duo mit einer 16 KWh großen Lithium-Ionen-Batterie und einem 110 kW/150 PS starken E-Motor elektrisch, dann arbeitet ein 63 kW/86 PS leistender Benziner und treibt einen Generator zur Stromversorgung des E-Motors an. Der Ampera gewinnt den Medienpreis „Europäisches Auto des Jahres 2012“. Mindestens 36.990 Euro kostet der Nissan Leaf (Debüt bereits 2010), der von Beginn an als Elektromodell entwickelt wurde
2013: Die Branche feiert 125 Jahre Elektrofahrzeuge (Andreas Flocken aus Coburg wird als Urvater der E-Mobilität gewürdigt), VW e-up, BMW i3, Kia Soul EV und andere Hersteller lancieren elektrische Modelle
2014: Der VW e-Golf feiert Marktstart
2015: Tesla Model S ist das meistverkaufte Oberklasse-Fahrzeug in Europa
2016: Der Opel Ampera-e debütiert auf dem Pariser Autosalon mit einer im Segment konkurrenzlosen Reichweite von 423 Kilometern (WLTP) und 150 kW/204 PS starkem Elektromotor. 2017 gewinnt der Ampera-e den Medienpreis „Goldenes Lenkrad“
2017: In Deutschland hält Opel noch 7,1 Prozent Marktanteil. PSA Peugeot Citroen (PSA) übernimmt die Adam Opel AG und die britische GM-Tochter Vauxhall vom US-Konzern General Motors. Opel wird in die Opel Automobile GmbH umgewandelt
2018: Rüsselsheim soll zur „Electric City“ ausgebaut werden mit 650 Ladesäulen mit 1.300 Ladepunkten für Elektroautos im gesamten Stadtgebiet
2019: Opel präsentiert auf der IAA in Frankfurt den Corsa-e, der 2020 seinen Marktstart feiert. Der Corsa-e soll Elektromobilität für alle erschwinglich machen und verfügt über einen 100 kW/136 PS starken Elektromotor. Der Corsa Rally Electric bewährt sich als emissionsfreier Pionier im Rallyesegment. VW zeigt den ID.3 als erstes Mitglied der elektrischen ID-Familie
2020: Im September feiert der elektrische Mokka-e sein Debüt, der Marktstart erfolgt wenige Monate später. Ebenfalls im September wird der vollelektrische Opel Zafira-e Life als sechs- bis neunsitziger Van vorgestellt
2021: Opel gehört zur Stellantis NV, einem der weltweit größten Konzerne, der im Januar dieses Jahres aus der Fusion der Unternehmen Groupe PSA und FCA Group entsteht. Mit dem elektrischen Rocks-e führt Opel ein 2,41 Meter kurzes Fahrzeug der Klasse L6e-BP ein, das mit dem Führerschein der Klasse AM gefahren werden darf, also schon von 15-jährigen. Im Juni debütiert der vollelektrische Combo-e Life als Familienfahrzeug. Opel präsentiert den Prototyp Manta GSe als modernisierte, elektrifizierte Version des klassischen Sportcoupés Manta (A) von 1970. Der als so genannter RestoMod aufgebaute Manta GSe ElektroMod (Basisfahrzeug ist ein Manta von 1973) zeigt, wie zeitlos die sportliche Linienführung von einst auch heute noch ist. Allerdings verfügt der Manta GSe nicht über eine klassische Vierzylinder-Motorisierung, sondern über einen vollelektrischen Antriebsstrang, der die Kraft an die Hinterräder liefert und an ein Vierganggetriebe mit Automatikmodus gekoppelt ist. Der Manta GSe soll in die elektrische Zukunft für alle Opel-Modelle weisen, und er trägt als erstes Modell der Rüsselsheimer Marke das neu erdachte GSe-Signet. Unter den elektrischen Kleinwagen in Deutschland führt der Corsa-e zu dieser Zeit mit einem Marktanteil von 25 Prozent. In Deutschland erzielt Opel im Gesamtjahr rund 145.000 Neuzulassungen, davon haben 26 Prozent einen Elektroantrieb
2022: Opel kündigt eine Rückkehr der Typenkürzels GS/E an, nun allerdings in der Schreibweise GSe. Bedeutete die Abkürzung GS/E einst Grand Sport mit elektronischer Einspritzung, so steht GSe heute für Grand Sport electric und eine neue sportliche Submarke von Opel
2023: Auf dem Autosalon in Brüssel präsentiert Opel neben dem vollelektrischen Astra Electric auch die neue Submarke GSe mit den Plug-in-Hybridmodellen Astra GSe und Grandland GSe. Weitere GSe-Modelle sind angekündigt. Vorerst stärkster Vertreter der GSe-Familie ist der Grandland GSe mit einer Systemleistung von 221 kW/300 PS. Im Sommer erfolgt der Marktstart des Astra Electric, der bis 418 Kilometer Reichweite bietet und erst bei 170 km/h abgeregelt ist, wie Opel mit Blick auf den VW ID.3 betont. Der Astra Sports Tourer Electric wird im Herbst eingeführt, ebenso der facegeliftete Corsa Electric. Außerdem zeigt Opel ein überarbeitetes Blitz-Logo auf der IAA Mobility in München, denn der Blitz hat für Opel eine besondere Bedeutung. Das Symbol schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und elektrischer Zukunft der Marke
2025: Anstelle des bisherigen Komponenten- und Motorenwerks Kaiserslautern entsteht eine sogenannte Gigafactory für die Batteriezellenfertigung als Joint-Venture zwischen Stellantis/Opel und den Partnern Total/Saft sowie Mercedes-Benz. Auch die Neuinterpretation des Opel Manta, jetzt als vollelektrischer Crossover, soll nun ihren Marktstart feiern
2028: Ab diesem Jahr will Opel ein komplett elektrischer Hersteller sein