Elektro-Wohnmobile 2026: Warum die Camping-Branche bei der Antriebswende feststeckt
Marktanalyse: Camping-Fahrzeuge 2025
| Antriebsart | Neuzulassungen 2025 | Marktanteil ca. |
|---|---|---|
| Diesel | ~ 75.217 | 99,8 % |
| Benzin-Hybrid | 103 | 0,14 % |
| Vollelektrisch (BEV) | 48 | 0,06 % |
Die Marktanalyse zu den Camping-Fahrzeugen 2025 bezieht sich explizit auf Deutschland.
Einordnung für Schweizer Leser: Obwohl die genauen Zulassungszahlen in der Schweiz abweichen, ist der Trend vergleichbar: Auch hierzulande dominiert beim Camping aufgrund der Gewichts- und Reichweitenproblematik weiterhin der Diesel, während vollelektrische Reisemobile noch eine absolute Marktnische besetzen.
4,25 Tonnen: Die Rettung für das E-Wohnmobil?
Die aktuelle Grenze von 3,5 Tonnen für den Führerschein der Klasse B ist das Hauptproblem der elektrischen Antriebswende beim Camping. Schwere Batterien lassen die Zuladung bei E-Camper-Vans oft auf ein Minimum schrumpfen. Doch es gibt Hoffnung aus Brüssel.
Die geplante EU-Führerscheinrichtlinie im Check
Update: Die 4,25-Tonnen-Regelung
Die EU-Kommission plant eine Anpassung der 4. Führerscheinrichtlinie, um den Einsatz alternativer Antriebe zu fördern. Hier sind die wichtigsten Punkte für Camper:
- Erhöhung der Gesamtmasse: Inhaber der Klasse B sollen Fahrzeuge mit bis zu 4.250 kg (statt 3.500 kg) führen dürfen.
- Voraussetzung: Die Gewichtserhöhung muss ausschliesslich auf das Mehrgewicht des alternativen Antriebssystems (z. B. schwere Batterien beim BEV) zurückzuführen sein.
- Zusatz-Bedingung: Der Fahrer muss den Führerschein der Klasse B seit mindestens zwei Jahren besitzen.
- Status 2026: Die Umsetzung in nationales Recht ist im Gange. In der Schweiz und Deutschland wird bereits intensiv an der praktischen Anwendung für Wohnmobile gearbeitet.
CARPIXX-Tipp: Wer heute einen E-Camper wie den ID.Buzz oder den EQV kauft, sollte das Leergewicht genau prüfen. Ohne die finale gesetzliche Umsetzung bleibt die 3,5t-Grenze für die meisten B-Fahrer erst einmal das Mass der Dinge.
FAQ: Elektrisch Reisen mit dem Wohnmobil
Welche Elektro-Camper gibt es bereits auf dem Markt?
Aktuell sind vor allem kompakte Modelle wie der VW ID.Buzz, der Mercedes-Benz EQV oder der Ford E-Transit als Camping-Varianten verfügbar, meist jedoch als Ausbau durch Spezialfirmen.
Warum ist das Gewicht bei E-Wohnmobilen ein Problem?
Schwere Batterien treiben das Leergewicht nach oben. Inklusive Ausbau und Gepäck erreichen E-Camper oft mehr als 3,5 Tonnen, was für Besitzer eines neuen Pkw-Führerscheins (Klasse B) eine zusätzliche C1-Prüfung erforderlich macht.
Wie viele E-Wohnmobile wurden 2025 neu zugelassen?
Laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) waren es 2025 lediglich 48 vollelektrische Fahrzeuge und 103 Benzin-Hybride bei insgesamt über 75.000 Neuzulassungen.