Neuer Hyundai Tucson (2027): Fünfte Generation wird kantiger, geräumiger und verabschiedet den Diesel

Was ändert sich beim neuen Hyundai Tucson der fünften Generation?

Die Neuauflage des Hyundai Tucson wächst um fünf Zentimeter auf 4,56 Meter Gesamtlänge und legt beim Radstand um vier Zentimeter auf 2,72 Meter zu, was vor allem der Beinfreiheit im Fond zugutekommt. Optisch wechselt der Bestseller zu einem markanten Offroad-Design mit durchgehenden Lichtleisten und bis zu 695 Litern Kofferraumvolumen. Das neue Cockpit übernimmt das Bediensystem aus dem Ioniq 3 mit großem Querformat-Touchscreen und schmalem Fahrerdisplay. Motorenseitig entfällt der Diesel komplett: Zur Wahl stehen ein 150-PS-Turbobenziner, ein Vollhybrid mit 238 PS sowie ein Plug-in-Hybrid mit 288 PS und bis zu 81 Kilometern elektrischer Reichweite. Der Marktstart erfolgt Anfang 2027.

SP-X/Offenbach. Hyundai legt den Tucson neu auf. Das Kompakt-SUV tritt in der fünften Generation kantiger und präsenter auf als der Vorgänger, überragt ihn dabei um fünf Zentimeter in der Länge. Dazu gibt es ein neues Bediensystem und teilelektrifizierte Antriebe. Die Markteinführung steht für Anfang 2027 an.

Seitenlinie des neuen Hyundai Tucson mit ausgestellten Kotflügeln und markanten Schutzbeplankungen
Das Kompakt-SUV wächst in allen Dimensionen. Foto: Hyundai

Optisch verabschiedet sich der Neue deutlich von dem dynamisch-futuristischen Auftritt seines Vorgängers und setzt stärker auf Offroader-Elemente – kantige Formen, einen wuchtigen Kühlergrill, ausmodellierte Kotflügel und schützende Kunststoff-Beplankungen an der Flanke inklusive. Wichtiges Gestaltungselement sind zudem die beiden durchgehenden Lichtleisten an Front und Heck, die von senkrechten Tagfahrlichtern beziehungsweise Rückleuchten flankiert sind. Tagsüber eher versteckt in einem zusätzlichen Gehäuse finden sich Abblend- und Fernlicht, je nach Ausstattung kommt eine sogenannte Micro-Pixel-Beleuchtung mit 25.600 einzeln ansteuerbaren LED-Lämpchen zum Einsatz.

Heckansicht des neuen Hyundai Tucson mit durchgehendem LED-Leuchtenband und vertikalen Heckleuchten
Am Heck gibt es ein breites Leuchtenband. Foto: Hyundai

Mit 4,56 Metern Länge positioniert sich der neue Tucson am oberen Ende seines Segments, in dem er auf Wettbewerber wie VW Tiguan, Ford Kuga und Toyota Corolla Cross trifft. Auch Breite und Radstand legen zu, letzterer um vier Zentimeter auf 2,72 Meter. Das Raumangebot auf der bequemen Rückbank ist entsprechend gut, was die Kniefreiheit betrifft. Obwohl die Sitzfläche angenehm hoch ist, bleibt zudem ausreichend Platz über dem Scheitel. Anders als bei E-Autos gibt es einen störenden Mitteltunnel, was die Nutzung des mittleren Fondsitzes beeinträchtigt. Immerhin lassen sich aber die Füße bequem unter den Vordersitzen platzieren.

Neues Armaturenbrett des Hyundai Tucson mit freistehendem Touchscreen, schmalem Tacho und wohnlichen Materialien
Der Innenraum ist auffallend wohnlich eingerichtet. Foto: Hyundai

Bei allen Antriebsvarianten mit Ausnahme des Vollhybriden lässt sich die Rückbank um 15 Zentimeter längs verschieben. Das Kofferraumvolumen gibt der Hersteller mit 695 Litern an, was einem kräftigen Zuwachs gegenüber dem Vorgänger entspricht und auf dem Niveau des größeren Schwestermodells Santa Fe liegt. Eine breite Öffnung, die relativ niedrige Ladekante und ein flacher Ladeboden bei umgeklappten Sitzen sollen für hohe Alltagstauglichkeit sorgen.

Geräumige Rückbank im neuen Hyundai Tucson mit gesteppten Sitzen und verschiebbarer Sitzfläche
Hinten sitzt es sich sehr bequem. Foto: Hyundai

Im Innenraum setzt Hyundai stärker als bislang auf ein wohnliches Ambiente – zumindest in der vorab präsentierten Top-Variante, in der gute Verarbeitung, weiche Oberflächenmaterialien und ein stimmungsvolles Ambiente-Licht aufeinandertreffen. Clever gestaltet ist die nur auf den ersten Blick etwas zerklüftet wirkende Mittelkonsole, die auf mehreren Ebenen ein geschlossenes Brillenfach, zwei Handyladeschalen und diverse kleinere Ablagen enthält.

Neues Infotainment-Display im Hyundai Tucson mit 3D-Rückfahrassistent und Direktwahltasten für die Klimasteuerung
Das Bediensystem ist komplett neu. Foto: Hyundai

Komplett neu ist für den Tucson das Bediensystem, das der Crossover aus dem jüngst vorgestellten E-Auto Ioniq 3 übernimmt und das künftig in allen neuen Modellen der Marke zum Einsatz kommt. Zentrales Element ist ein großer Querformat-Touchscreen in der Mittelkonsole, der zur Steuerung der Infotainment-Funktionen dient. Darunter ermöglichen einige physische Tasten den Schnellzugriff auf Klimaanlage und weitere Standards. Anstelle klassischer Instrumente findet sich hinter dem Lenkrad nur noch ein schmaler Farbbildschirm, der unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit und Navi-Anweisungen darstellt. Hinzu kommen relativ klassische physische Tasten am Multifunktionslenkrad und für die Spiegelverstellung. Dem Gangwechsel dient ein Lenkstockhebel.

Großzügiger 695-Liter-Kofferraum des neuen Hyundai Tucson mit niedriger Ladekante und ebenem Ladeboden
Der Kofferraum fasst fast 700 Liter. Foto: Hyundai

Neu bei den Assistenten ist ein System, das beim Rückwärtsfahren einen zuvor vorwärts gefahrenen Weg automatisch nachlenkt. Das soll unter anderem beim Parken in engen Tiefgaragen helfen. In Kombination mit der optionalen Anhängekupplung ist zudem eine Rangierhilfe für den Anhängerbetrieb an Bord. Maximal kann der Tucson 1.910 Kilogramm an den Haken nehmen.

Bei den Antrieben verzichtet Hyundai zugunsten seiner parallel geführten Ioniq-Modellreihe auf eine voll batterieelektrische Variante. Stattdessen gibt es wie im Vorgänger einen Plug-in-Hybrid, diesmal mit 212 kW/288 PS und 81 Kilometern E-Reichweite, sowie einen 175 kW/238 PS starken Vollhybrid. Neu ist dort der „HEV Stay Mode“, bei dem etwa Klimaanlage, Audiosystem und Stromversorgung für mobile Geräte auch bei abgeschaltetem Verbrennungsmotor weiterlaufen können. Basistriebwerk bleibt ein 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner, der es auf 110 kW/150 PS bringt. Den im Vorgänger noch angebotenen Diesel gibt es nicht mehr, ein mechanischer Allradantrieb bleibt aber Option.

Produziert wird die Europa-Version des Tucson weiterhin im tschechischen Hyundai-Werk. Darüber hinaus gibt es eine Variante für die USA und weitere Märkte, die die gleiche technische Basis nutzt und optisch sehr ähnlich ausfällt. Mit 4,70 Metern Länge ist sie aber etwas ausladender geraten als das Modell für die hiesigen Märkte.

Häufige Fragen zur neuen Generation des Hyundai Tucson

Wann kommt der neue Hyundai Tucson auf den Markt?

Die Markteinführung der fünften Generation des Hyundai Tucson in Europa ist für Anfang 2027 vorgesehen. Gebaut wird das SUV weiterhin im europäischen Hyundai-Werk in Tschechien.

Gibt es den neuen Tucson noch mit Dieselmotor oder als reines E-Auto?

Nein. Der bisherige Dieselmotor wird ersatzlos gestrichen. Eine vollelektrische Version gibt es ebenfalls nicht, da diese Rolle von der separaten Ioniq-Elektromodellreihe abgedeckt wird. Kunden können zwischen einem 1,6-Liter-Turbobenziner (150 PS), einem Vollhybrid (238 PS) und einem Plug-in-Hybrid (288 PS) wählen.

Wie viel Platz bietet der neue Hyundai Tucson?

Mit einer Länge von 4,56 Metern und 2,72 Metern Radstand wächst der Innenraum spürbar. Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter in der Länge verschieben (außer beim Vollhybriden), und das Kofferraumvolumen wächst auf beachtliche 695 Liter.

 

 

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Bruno Bissig Gründer & Chefredaktor
ist der Gründer und Chefredakteur von CARPIXX. Seit über 14 Jahren beobachtet und analysiert er den Schweizer Automobilmarkt direkt aus Zug. Als leidenschaftlicher Kenner der Branche hat er über 2.500 Beiträge veröffentlicht und sich auf die Kuratierung und Einordnung globaler Trends für die Schweizer Community spezialisiert. Sein Fokus liegt darauf, technologische Innovationen und Marktentwicklungen verständlich und praxisnah für Enthusiasten aufzubereiten.