50 Jahre Ford Fiesta: Die Kult-Legende zwischen Weltrekorden, Kunst und Revival-Hoffnung
Der „Wundercar“ wurde gecancelt
Dann der Absturz: 2023 killte Ford den anfangs auch in Amerika als „Wundercar“ gefeierten Kleinwagen, der plötzlich unprofitabel schien und nicht mehr zur neuen Strategie der Marke passte, die nach Vorgabe der US-Mutter auf SUV- und Sportwagen mit amerikanischen Akzenten setzte. Kein Happy End für den Fiesta wie im Märchen der Brüder Grimm vom „Goldenen Vogel“, sondern Fords Kleinster mutierte zur sprichwörtlichen toten Taube, die kommende Krisen symbolisiert.
Teure Stromer Made in Cologne setzen sich nicht durch
Genauso kam es, die Verkaufszahlen der europäischen Ford Pkw brachen ein, kostspielige Stromer Made in Cologne setzen sich nicht durch. Zum 50. Anniversarium seines ikonischen Minicars befeuert Ford nun Spekulationen über ein Revival des Fiesta, diesmal realisiert in Kooperation mit Renault.
Ford-Köln-Chef Bob Lutz
Zurück auf Start also, ähnlich wie 1976. Damals war der Fiesta die wichtigste Neuentwicklung seit dem legendären Modell T von 1908, wie Ford-Köln-Chef Bob Lutz bei der Fiesta-Premiere vollmundig verkündete. Weshalb es sich Konzernlenker Henry Ford II – zuvor überzeugter Kleinwagen-Kritiker – nicht nehmen ließ, persönlich zu einer Probefahrt an den Rhein zu kommen. Eine Testfahrt, die er mit dem Urteil „good job“ abschloss und so den Startschuss setzte für den ersten Ford im Kurzformat, der auf allen Kontinenten verkauft wurde.
Ford’s kleiner „Bobcat“
Nicht weniger als 30 europäische Minis kämpften Mitte der 1970er um die Gunst der Kleinwagenkäufer, darunter die deutschen Vorreiter Audi 50/VW Polo, Millionseller wie Fiat 127, Renault 5 oder Peugeot 104, aber auch billige Japaner vom Datsun Cherry bis zum Toyota Publica. Diesen automobilen Kindergarten wollte Ford mit einem kleinen „Bobcat“ (Rotluchs) aufmischen, die Wildkatze sollte als erster Ford mit Frontantrieb, Quermotor und Heckklappe für Furore sorgen. Eine Mission, die sich der damals zweitgrößte Autokonzern der Welt rund zwei Milliarden Mark kosten ließ, der größte Einzeletat, den Ford bis dahin ausgegeben hatte.
Trouble mit den Namensrechten für „Fiesta“
Finalisiert wurde Bobcat konstruktiv in Köln, die Fertigung lief aber doch nicht unter diesem Namen an, denn Bobcat nannte sich schon ein Ford-Mercury. Und so suchte Henry Ford II nach weiteren Namensideen, „Fiesta“ schien ihm für den im Hauptwerk Valencia gebauten Supermini perfekt, wie der Ford-Chef im Dezember 1975 auf einer Pressekonferenz verriet. Da die Namensrechte für Fiesta beim Erzkonkurrenten General Motors (GM) lagen, habe er zunächst das OK von seinem GM-Kollegen Tom Murphy einholen müssen.
Nach nur 31 Monaten wies der Shootingstar eine siebenstellige Produktionszahl auf
Auch wenn Muprhy so Taufpate eines Megasellers wurde, dem GM anfangs nichts entgegensetzen konnte, initiierte der Erfolg des Fiesta die Entwicklung des GM-Minicars Opel Corsa. Als die Bänder für den Corsa 1982 endlich anliefen – ebenfalls im damaligen Niedriglohnland Spanien – hatte der raketengleich abgehobene Fiesta schon Rekordmarken gesetzt: Nach nur 31 Monaten wies der Shootingstar eine siebenstellige Produktionszahl auf.
Der Fiesta schreibt Geschichte
Kein anderer Europäer hatte die Millionen so schnell vollgemacht, der VW Käfer – damals meistgebautes Auto der Welt – hatte dafür zehn Jahre krabbeln müssen. Auch als erstes spanisches Volksauto, das Seat von der Spitze verdrängte, schrieb der Fiesta Geschichte; in Deutschland war er die neue Messlatte für den VW Polo und sicherte Ford Köln schon 1977 das bis dahin beste Jahresergebnis aller Zeiten.
Ein Langstreckenrekord
Hinzu kam 1977 ein Langstreckenrekord, ausgetragen auf deutschen Autobahnen über die Distanz von 301.741 Kilometer mit einem Durchschnitt von 106 km/h. Zur Einordnung: Handbücher etwa zum Fiat 127 gingen damals von einer Motorüberholung nach 40- bis 60.000 Kilometern aus.
Royale Ehrung
Eine royale Ehrung erfuhr der Fiesta dann 1978, dies durch Prinzgemahl Philip, Ehemann von Queen Elizabeth II, der den ersten für ein Fahrzeuggesamtkonzept ausgelobten Design-Award des „British Design Council“ übergab: Verantwortet hatte die im Grundkonzept über 13 Jahre und zwei Modellgenerationen kaum veränderten und unter Mitwirkung von Ghia gezeichneten Konturen des Fiesta der deutsche Kultdesigner Uwe Bahnsen.
„Ford Ladies Cup“
Aber auch die erste ausschließlich für Damen ausgeschriebene Rennserie, der „Ford Ladies Cup“, wurde mit dem Fiesta I ausgetragen, der dazu passend den höchsten Anteil weiblicher Käufer unter den europäischen Kleinwagen erzielte.
Kein Glück in Amerika
Nur eine Fiesta konnte der Fiesta nie feiern: In den USA fuhr der laut Medienlob für den „San Diego Freeway“ ebenso wie für die „high-speed-autobahn“ geeignete Mini-Ford keine Erfolge ein – dort teilte er das Schicksal des glücklosen VW Rabbit (Golf). Nicht einmal kreative Fiesta-Pick-up-Prototypen aus den Designstudios von Ghia konnten den Amis Appetit machen.
Für viele Jahre populärster Pkw Europas
Immerhin reüssierten im 21. Jahrhundert Fiesta aus lateinamerikanischer und asiatischer Fertigung. Auch Karossiers wie Crayford hatten Erfolg: Crayfords Fiesta Cabriolet ging in Kleinserie. Noch bevor sich der Fiesta über mehrere Jahre als populärster Pkw Europas positionierte, setzte der Ford bei Leistungsjunkies Adrenalin frei. Etwa 1981 als Fiesta XR2 mit 62 kW/84 PS. „Gehen Sie in Startposition zum Power Play“, forderte die Ford-Werbung auf, denn der XR2 zeigte beim Ampelsprint fast allen Rivalen vom Fiat 127 Sport bis zum VW Polo GT die Rücklichter. Später waren es dann Turbos und ST-Versionen (ab 2005), die Fabel-Beschleunigungszeiten erzielten – und auf Rallyepisten griff der Fiesta noch 2017 und 2018 nach WRC-Weltmeistertiteln.
Kunstaktionen von HA Schult: Fiesta als „Goldener Vogel“
Eine echte Alleinstellung besaß der Fiesta kurzzeitig durch einen 40 kW/54 PS leistenden Diesel, der den Ford 1983 zum kleinsten deutschen Sparmeister mit Selbstzünder machte, ehe die Konkurrenten Diesel lancierten. Einzigartig ist die künstlerische Karriere dieses Weltautos: Der Aktionskünstler HA Schult hatte das Auto als Fetisch ausgemacht und der Fiesta war für ihn „das Sinnbild eines Autos, das für alle da ist.“ Höhepunkt der Kunstaktionen von HA Schult war ein Fiesta als „Goldener Vogel“, der sein Nest auf dem Dach des Kölner Stadtmuseums fand.
Fiesta Active im SUV-Outfit
Fiesta und Köln, diese Connection vertiefte sich. Tatsächlich blieb Köln „Lead Plant“ für den Fiesta, auch die Generationen drei bis acht kamen hier in Form, dies als Drei- und Fünftürer und zuletzt als Fiesta Active im SUV-Outfit. In den besten Zeiten rollten in Köln jährlich über 400.000 Fiesta vom Band, insgesamt allein aus diesem Werk rund zehn Millionen. Eine Karriere, die diesem Mini vor 50 Jahren kaum jemand zutraute – ob sie als Renault-Derivat fortgesetzt wird?
Rallye-Gene und Weltmeister-Titel
Neben dem Erfolg auf der Strasse feierte der Ford Fiesta triumphale Siege auf den härtesten Pisten der Welt. Bereits 1978 und 1979 setzte die finnische Legende Ari Vatanen mit dem Fiesta Ausrufezeichen bei der Rallye Monte Carlo. Jahrzehnte später krönte Sébastien Ogier die Karriere des Kleinwagens: 2017 und 2018 sicherte er sich im Ford Fiesta den Fahrer-Weltmeistertitel der WRC, während Ford zeitgleich die Herstellerwertung gewann. Auch die Förderung von Talenten hatte Tradition – so startete bereits 1982 mit dem „Ford Ladies Cup“ die erste deutsche Frauenrennserie auf Basis des Fiesta.
Chronik Ford Fiesta:
1969: Ford prüft die Produktion eines neuen Einstiegsmodells. Entwicklungsstart unter dem Projektnamen Bobcat. Die Entwicklung des Kleinwagens erfolgt überwiegend in Köln
1973: Am 3. Dezember gibt Henry Ford II die Entwicklung des neuen Kleinwagens endgültig frei mit Serienproduktion ab 1976/77. Die jährlich Auflage soll 400.000 Einheiten betragen
1975: Am 18. Dezember kündigt Henry Ford II den Fiesta an
1976: Am 10. Mai Produktionsstart in Deutschland im Werk Saarlouis, am 18. Oktober Produktionsbeginn im Hauptwerk in Spanien. Im Juni Pressevorstellung des Fiesta, im Herbst Markteinführung mit drei Motoren und optional einer für Kleinwagen ungewöhnlich luxuriösen Ghia-Ausstattung
1977: Am 26. Januar geht ein Fiesta auf eine 300.000 Kilometer-Autobahnfahrt im Dreieck Köln-München-Hamburg, die die Robustheit des Modells beweisen soll. Nach 131 Tagen erfolgt bei 301.741 Kilometern die „Zieldurchfahrt“. Zwei technische Defekte galt es unterwegs zu beheben (Differential und Getriebe-Simmering), der Tempodurchschnitt lag bei 106 km/h, der Verbrauch bei 7,2 Liter pro 100 Kilometer. Im November läuft der 500.000ste Fiesta vom Band. Im September ergänzt der Stadtlieferwagen Fiesta Express das Programm. Produktionsstart in England (Dagenham)
1978: Beim ersten Start zur Rallye Monte Carlo belegt der auf 155 PS erstarkte Rallye-Fiesta unter der finnischen Rallye-Legende Ari Vatanen einen sensationellen zehnten Platz in der Gesamtwertung. Über ein offiziell von Ford angebotenes „Tuning-Kit“ lassen sich die 1,3-Liter-Serien-Fiesta von 66 PS auf 75 PS nachschärfen. Im September Sondermodell Avus II. In Spanien wird der Fiesta mit 140.000 Einheiten meistproduziertes Auto vor Seat 127. Der Fiesta wird auch in den USA verkauft
1979: Am 9. Januar wird der Fiesta Produktionsmillionär nach nur 31 Monaten und 29 Tagen. Kein Kleinwagen war bisher erfolgreicher. Ari Vatanen startet auf Fiesta bei der Rallye Monte Carlo und belegt auf Anhieb einen hervorragenden zehnten Platz im Gesamtklassement. Alle Modelle mit Sicherheitsgurten hinten. Die deutsche Fiesta-Produktion wird bis 1980 von Saarlouis nach Köln verlegt
1980: Sondermodelle Fiesta X, Del Sol, Super S, Festival. Vorstellung der Cabriolet-Studie Tropic. Der Fiesta startet in der Deutschen Rallyemeisterschaft
1981: Am 25. März wird in Köln der zweimillionste Fiesta produziert. Sondermodell Bravo. Im November Einführung des Fiesta XR2 mit 62 kW/84 PS
1982: Fiesta Ladies Cup wird als erste deutsche Frauenrennserie ausgetragen. Sondermodell Festival II
1983: Im September große Modellpflege mit neuer Front- und Heckgestaltung, nach Ford-Zählart allerdings bereits die zweite Fiesta-Generation. Leistungssteigerung für Fiesta XR2. Im Dezember Debüt des Fiesta Diesel als Konkurrent des Peugeot 205
1984: Am ersten Februar Auslieferung des dreimillionsten Fiesta. Sondermodell Fiesta Holiday
1985: Sondermodell Festival
1986: Mit ungeregeltem Kat lieferbar
1987: Stufenlose CTX-Automatik und geregelter Drei-Wege-Katalysator lieferbar
1989: Im April debütiert die dritte Fiesta-Generation mit fünf Motoren und der Spitzenversion XR2i. Erstmals auch als Fünftürer lieferbar. Der Aktionskünstler H.A. Schult macht den Fiesta zum Kunstobjekt als „Fetisch Auto“. Der Fiesta sei das Sinnbild eines Autos, das für alle da ist, so der Künstle. Zwei Jahre später kommt der Fiesta als Goldener Vogel auf das Kölnische Stadtmuseum
1990: Sondermodell Champ. Der einmillionste Fiesta der zweiten Generation wird ausgeliefert. Auf der Berliner Automesse AAA debütiert der Fiesta als Pick-up Studie Ghia Bebob. Rennserie Ford Fiesta Cup 1990 mit sogenannten weiblich-männlichen Mixed-Teams
1991: Im Oktober wird der Lieferwagen Fiesta Courier eingeführt. Sondermodelle Calypso mit elektrischem Faltdach und Sondermodell Sound
1992: Im März optische und technische Modellpflege. Neuer 1,8-Liter-Motor. Sondermodell Fun
1993: Sondermodelle Pacific, Finess, Rubin, Champ und Sound II
1994: Im Januar Einführung von Fahrer-Airbag, Seitenaufprallschutz und Gurtstoppern, optional Beifahrer-Airbag. Neue 1,4-Liter- und 1,6-Liter-Motoren. Sondermodelle Chianti, Blues und Trend
1995: Sondermodelle Fancy und Magic. Im September feiert ein gründlich erneuerter Fiesta Weltpremiere auf der Frankfurter IAA. Als Parallelmodell wird ein Mazda 121 vorgestellt. Fünf Motoren stehen im Fiesta zur Wahl. ABS und ASR optional lieferbar
1996: Von Januar bis August Produktion des bisherigen Fiesta als Classic. Im Januar erfolgt die Markteinführung des überarbeiteten Fiesta. Von Ghia wird der Fiesta als zweisitzige Cabrio-Studie Saetta vorgestellt. Im Mai zum 20. Jahrestag sind insgesamt 8,5 Millionen Fiesta produziert worden. Auf Basis des Fiesta entsteht der kleinere Ka im New Edge Design
1997: Ab Januar Beifahrerairbag serienmäßig. Sondermodelle Style und GT. Einführung des Sportcoupés Puma auf Fiesta-Basis
1998: Sondermodelle Style Sport, Family und Kool
1999: Im August erfolgt eine umfangreiche Modellpflege, die den Fiesta optisch dem New-Edge-Design annähert. Sondermodell Futura
2000: Sportiver Leistungsträger ist der Fiesta Sport mit 76 kW/103 PS starkem 1,6-Liter-Vierzylinder
2001: Der zehnmillionste Fiesta läuft im Juli vom Band. Sondermodelle Futura II, Florida. Auf der Frankfurter IAA debütiert die nächste Fiesta-Generation mit fünf Motorisierungen
2002: Im Mai erfolgt die Markteinführung des erneuerten Fiesta als Fünftürer, im August als Dreitürer. Auf Basis des Fiesta-Vorgängers geht der Roadster Streetka in Serie
2003: Neuer Markenpokal Fiesta ST Cup
2004: Auch in Neuseeland und Australien startet der Fiesta-Vertrieb, mit in Köln gebauten Rechtslenkern
2005: Mit elf Millionen gebauten Fiesta ist der Ford erfolgreichster europäischer Kleinwagen aller Zeiten
2007: Das Concept Car Ford Verve kündigt einen neuen Fiesta an
2008: Am 14. August beginnt die Produktion der aktuellen Fiesta-Generation. Verkaufsstart ist am 11. Oktober. Auch die Hochdachlimousine Fusion geht an den Start
2010: Produktionsstart in China (Nanjing), Thailand (Rayong), Mexiko (Cuautitlán)
2011: Fiesta R2-Markenpokal löst die Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft ab. Ford Fiesta Sport Trophy USA eingeführt. Der Fiesta Van wird lieferbar. Für verschiedene Märkte in Asien wird der Fiesta nun in Chennai (Indien) mit Schräg- oder Stufenheck produziert
2012: Und wieder ist der Fiesta der meistverkaufte Kleinwagen in Europa. Gründliche Modellpflege für den Fiesta. Der neu eingeführte Ford B-Max basiert auf Fiesta-Technik
2013: Auf dem Genfer Salon debütiert der Fiesta ST mit 182 PS. In Köln-Niehl läuft im April der siebenmillionste Fiesta vom Band, hinzu kamen Fahrzeuge aus anderen Werken
2015: In Europa ist der Ford Fiesta in diesem Jahr der meistverkaufte Kleinwagen, dies mit 314.432 Einheiten
2016: Zum 40. Jubiläum des Fiesta feiert der ST 200 mit 200 PS auf dem Genfer Salon Premiere. Produktionsstart des ST 200 im Juni. Außerdem feiert Ford das Fiesta-Jubiläum mit dem Sondermodell Celebration in der Sonderlackierung Mitternachtsblau-Metallic. Im November debütiert eine neue Generation des Fiesta im Werk Köln-Niehl. Die Produktion läuft am 16. Mai 2017 an, die offizielle Markteinführung erfolgt am 8. Juli 2017
2017: Ford M-Sport entwickelt ein Fiesta-WRC-Fahrzeug für die Rallye-Weltmeisterschaft, mit dem der Franzose Sébastien Ogier auf Anhieb die Fahrerwertung der Rallye-WM gewinnt. M-Sport gewinnt mit einem Fiesta die Herstellerwertung für Ford
2018: Sébastien Ogier gewinnt erneut auf einem Fiesta die Fahrerwertung der Rallye-WM
2022: Die Produktion des dreitürigen Fiesta wird eingestellt. Nachdem im ersten Halbjahr 2022 mit 6.700 Fiestas deutlich weniger Fahrzeuge verkauft wurden als vom Opel Corsa (rund 25.000 Einheiten) und vom VW Polo (rund 13.000 Fahrzeuge), erklärt Ford im Oktober, dass der Fiesta auslaufen soll
2023: Der letzte Ford Fiesta rollt am 7. Juli 2023 im Kölner Werk vom Band, was das offizielle Ende nach 47 Jahren und über 20 Millionen produzierten Einheiten (weltweit) markiert. Das Produktionsende ist Teil der Neuausrichtung von Ford auf Elektroautos, da das Kölner Werk zur Fertigung von E-Modellen umgebaut wird
2025: Der Abverkauf der letzten Fiesta ist abgeschlossen. Von 1999 bis Dezember 2025 wurden in Deutschland insgesamt 1.140.655 Ford Fiesta und Fusion zugelassen
2026: Der Produktionsstart des Ford Fiesta jährt sich zum 50. Mal, ein Jubiläum, das die Community feiert. Ein Revival des Fiesta, künftig mit Renault-Technik, könnte in den kommenden Jahren erfolgen.
Wichtige Motorisierungen Ford Fiesta:
Ford Fiesta Gen. 1 und 2 (1976 bis 1989) mit 1,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (29 kW/40 PS bzw. 33 kW/45 PS) bzw. 1,1-Liter-Vierzylinder-Benziner (36 kW/49 PS (mit ungeregeltem Kat) bzw. 37 kW/50 PS bzw. 39 kW/53 PS) bzw. 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (49 kW/66 PS bzw. 51 kW/69 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (52 kW/71 PS (mit geregeltem Kat) bzw. 54 kW/73 PS bzw. 55 kW/75 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (62 kW/84 PS bzw. 70 kW/95 PS bzw. 71 kW/96 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel (40 kW/54 PS).
Ford Fiesta Gen. 3 (1989 bis 1996) mit 1,1-Liter-Vierzylinder-Benziner (37 kW/50 PS (mit geregeltem Kat) bzw. 40 kW/55 PS) bzw. 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (44 kW/60 PS (mit geregeltem Kat)) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (52 kW/71 PS bzw. 54 kW/73 PS (mit und ohne geregeltem Kat)) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit geregeltem Kat (66 kW/90 PS bzw. 76 kW/104 PS) bzw. 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner mit geregeltem Kat (77 kW/105 PS bzw. 96 kW/130 PS) bzw. 1,8-Liter-Vierzylinder-Diesel (44 kW/60 PS).
Ford Fiesta Gen. 4 und 5 (1996 bis 2002) mit 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner (55 kW/75 PS) bzw. 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (37 kW/50 PS bzw. 44 kW/60 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (66 kW/90 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (76 kW/103 PS) bzw. 1,8-Liter-Vierzylinder-Diesel (44 kW/60 PS bzw. 55 kW/75 PS).
Ford Fiesta Gen. 6 (2001 bis 2008) mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (43 kW/58 PS bzw. 50 kW/68 PS bzw. 51 kW/70 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (58 kW/80 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (74 kW/100 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Diesel (50 kW/68 PS).
Ford Fiesta Gen. 7 (2008-2017) mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (48 kW/65 PS bzw. 59 kW/80 PS bzw. 74 kW/100 PS bzw. 92 kW/125 PS bzw. 103 kW/140 PS) bzw.1,25-Liter-Vierzylinder-Benziner (44 kW/60 PS bzw. 60 kW/82 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (71 kW/96 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-LPG-Motor (68 kW/92 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (88 kW/120 PS bzw. 134 kW/182 PS bzw. 147 kW/200 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Diesel (51 kW/70 PS) bzw. 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel (55 kW/75 PS bzw. 70 kW/95 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel (70 kW/90 PS).
Ford Fiesta Gen. 8 (2017-2023) mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (63 kW/85 PS bzw. 70 kW/95 PS bzw. 74 kW/100 PS bzw. 92 kW/125 PS bzw. 103 kW/140 PS) bzw. mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Hybrid (92 kW/125 PS bzw. 114 kW/155 PS) bzw. 1,1-Liter-Dreizylinder-Benziner (52 kW/70 PS bzw. 55 kW/75 PS bzw. 63 kW/85 PS) bzw.1,25-Liter-Vierzylinder-Benziner (44 kW/60 PS bzw. 60 kW/82 PS) bzw. 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner (147 kW/200 PS) bzw. 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel (63 kW/85 PS bzw. 88 kW/120 PS).
Ausgewählte Produktionszahlen Ford Fiesta:
Ford Fiesta: Rund 20 Millionen Einheiten (1976-2023), davon 4,8 Millionen Einheiten der ersten Fiesta-Generation (1976-1989)
Häufig gestellte Fragen zum Ford Fiesta
Wann startete die Produktion des ersten Ford Fiesta?
Die Serienfertigung begann am 10. Mai 1976 im Werk Saarlouis, bevor Köln ab 1979 zum zentralen Stammwerk für den Export in über 70 Länder wurde.
Welche Erfolge feierte der Ford Fiesta im Motorsport?
Der Fiesta ist zweifacher WRC-Weltmeister: Sébastien Ogier gewann 2017 und 2018 den Titel auf Ford Fiesta. Zudem gab es bereits 1978 erste Erfolge durch Ari Vatanen bei der Rallye Monte Carlo.
Wie viele Ford Fiesta wurden insgesamt gebaut?
In der 47-jährigen Modellgeschichte zwischen 1976 und 2023 wurden weltweit fast 20 Millionen Einheiten des Cityflitzers produziert.
Was war der „Goldene Vogel“ in Köln?
Der „Goldene Vogel“ ist ein Kunstwerk von HA Schult – ein Ford Fiesta mit Flügeln, der 1991 auf dem Dach des Kölner Stadtmuseums installiert wurde und als Wahrzeichen der Stadt gilt.