Self-Driving Urban E-Shuttle (SUE): Autonomer 48-Volt-Minibus für den modernen Nahverkehr
Skateboard-Plattform
Typisch für elektrisch angetriebene People Mover steht SUE auf einer sogenannten Skateboard-Plattform. Die Technik ist flach im Fahrzeugboden untergebracht, die Achsen sitzen weit außen. Das schafft Platz im Innenraum und ermöglicht einen stufenlosen Einstieg. Zwei Schiebetüren führen in einen Fahrgastraum, der auf wohnliche Gestaltung und nachhaltige Materialien setzt.
48-Volt-Architektur
Technisch ist der Minibus bereits auf den realen Betrieb ausgelegt. SUE erreicht bis zu 50 km/h und liegt damit über dem Leistungsniveau vieler bisheriger autonomer Shuttle-Konzepte. Das sogenannte Smart-Chassis ist als modulare Basis auch für weitere Fahrzeugvarianten vorgesehen. Auffällig ist zudem die 48-Volt-Architektur: Sie arbeitet im Niedervoltbereich, erhöht den Berührungsschutz und reduziert Wartungsaufwand sowie Betriebskosten. Kommunen benötigen dadurch kein spezielles Hochvolt-Fachpersonal, was vor allem kleineren Betreibern zugutekommt. Eine modulare Systemstruktur soll außerdem Reparaturen vereinfachen und spätere technische Updates ermöglichen.
| Merkmal | 48-Volt-System (SUE) | Hochvolt-System (Standard) |
|---|---|---|
| Sicherheit | Niedervoltbereich; erhöhter Berührungsschutz. | Umfangreiche Isolations- und Sicherheitsmaßnahmen nötig. |
| Personal | Kein spezielles Hochvolt-Fachpersonal erforderlich. | Spezialisierte Mechaniker (HV-Schein) zwingend nötig. |
| Betriebskosten | Geringere Personalkosten und reduzierter Wartungsaufwand. | Höhere Kosten durch komplexe Technik und Fachpersonal. |
| Komplexität | Modulare Struktur vereinfacht Reparaturen und Updates. | Hohe Systemkomplexität und teurere Ersatzteile. |
Das Self-Driving Urban E-Shuttle (SUE) ist bereits im öffentlichen Raum unterwegs
Mit Straßenzulassung und Ausnahmegenehmigung für den autonomen Testbetrieb ist SUE bereits im öffentlichen Raum unterwegs. Als Modellregion gilt unter anderem die geplante Verbindung zwischen Neustadt an der Donau und Bad Gögging. Dort soll das Shuttle perspektivisch als autonomes Bindeglied fungieren, um bestehende Verkehrsnetze zu ergänzen und neue Direktverbindungen zu schaffen. Dieser Ansatz lässt sich nach Einschätzung der Entwickler grundsätzlich auch auf andere Regionen Europas übertragen.
Einsatzszenarien für ländliche Räume
Wie genau das autonome SUE-Shuttle die Mobilitätslücken von morgen schließt, zeigt unsere Infografik anhand von vier praxisnahen Einsatzszenarien für den ländlichen Raum.
Häufig gestellte Fragen zum SUE E-Shuttle
Was ist das Besondere an der 48-Volt-Technik des SUE?
Die 48-Volt-Architektur arbeitet im Niedervoltbereich. Dies erhöht den Berührungsschutz und senkt die Kosten, da Kommunen und Betreiber für Wartung und Betrieb kein spezielles Hochvolt-Fachpersonal benötigen.
Wie schnell fährt das Self-Driving Urban E-Shuttle?
SUE erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Damit ist der autonome Minibus deutlich schneller als viele bisherige Shuttle-Konzepte und lässt sich besser in den fließenden Stadtverkehr integrieren.
Wo wird der autonome Minibus SUE bereits getestet?
Der Testbetrieb findet im öffentlichen Raum in Bayern statt, insbesondere als autonome Verbindung zwischen Neustadt an der Donau und Bad Gögging.